Spezialist für Entlackungen: Das sollten Sie berücksichtigen

Oberflächentechnik
15.04.2019

Von: Redaktion Metall
Entlackungen spielen in der Oberflächentechnik insbesondere in Bezug auf die Bauteilreinigung eine relevante Rolle. Das niederösterreichische Familienunternehmen Tiefenbacher ist seit 25 Jahren mit zwölf Mitarbeitern Vorreiter, wenn es um das Entfernen von Lack auf Metalloberflächen geht.
Gartenzäune und -tore sind häufige Anwendungsfelder der Entlackung bei Tiefenbacher.

Wann ist eine Entlackung sinnvoll?

Die Gründe für eine Entlackung sind vielfältig: Der Klassiker ist ein Gartenzaun, der nach einigen Jahren nicht mehr die Oberfläche hat, die er haben sollte. Niemand würde den mechanisch guten Zaun wegschmeißen, nur weil sich sein Farbton mit der neuen Fassadenfarbe schlägt. Ein bloßes Überbeschichten funktioniert oft nicht richtig, und falls der Originallack die Haftung verliert, nimmt er die neue Lackschicht gleich mit. Die Firma Tiefenbacher kann hier die Beschichtung sanft entfernen, ohne die Metalloberflächen zu beschädigen, damit anschließend eine neue Lackschicht angebracht werden kann.

Dabei kann Tiefenbacher alles reinigen, was typischerweise in einer Lackierkabine beschichtet wurde - auch dick verlackte Teile. Eine Lackschicht ist einen Zehntel Millimeter dick, mit 20 Lackschichten hat etwa ein Haken schon 4 mm mehr Durchmesser. Das bedeutet, Gitterroste, Gestelle, Aufnahmen, Ketten und Ähnliches wachsen mit der Zeit zu. Während hier früher oft der Lehrling mit dem Winkelschleifer aushelfen musste, bleibt dafür heute kaum noch Zeit. Die Gitterroste einer Lackierkabine stehen nach wenigen Tagen wieder sauber zur Verfügung - die Stehzeiten werden minimiert.

Voraussetzungen für die Entlackung

Ein Motorradrahmen, nachdem er von Tiefenbacher thermisch entlackt und gestrahlt wurde.

Ein drittes großes Geschäftsfeld für Tiefenbacher sind sogenannte Fehlbeschichtungen. Lackieren ist schwieriger, als man denkt, und vielfältig sind die Fehlermöglichkeiten. Selbst wenn alles perfekt abgelaufen ist, soll es schon vorgekommen sein, dass sich der Kunde bei der Farbnummer geirrt hat. Auch hier kann die Beschichtung wieder entfernt werden und die Teile dann erneut - diesmal hoffentlich richtig - beschichtet werden.

Das Spektrum an behandelten Teilen ist sehr breit - angefangen von Aluprofilen, Gehäusen, Alufelgen, Gartenzäunen, Motorradrahmen und Fensterläden bis hin zu ganzen Autokarosserien. Die einzige Voraussetzung: Der Untergrund muss aus Metall sein -  Holz oder Kunststoff lassen sich nicht bzw. nur sehr schlecht entlacken. Nach der Art des Untergrunds entscheidet sich außerdem, welches Verfahren – chemisch, thermisch und/oder mittels Strahlverfahrens – zur Anwendung kommt.

[Quelle: METALL 4/2019]

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