Erweiterung

Investition in Millionenhöhe

Winkelbauer erweitert die Betriebsflächen, die Produktion wird digitalisiert sowie mit Robotik und High-Level-Zerspanungstechnik ausgestattet.

08.06.2021
Betriebsareal
Redaktion Bauzeitung
08.06.2021
© WI/Melbinger

1.200 Quadratmeter umfasst die neue in Leichtbauweise gefertigte Lagerhalle, die in Anger bei Weiz, am österreichischen Hauptsitz von Winkelbauer, in Rekordtempo aus dem Boden gestampft wurde – und Vorbote einer der größten Expansionsschübe in der jüngeren Historie des Unternehmens ist. Denn der bereits finalisierte Bau der Infrastruktur ist der Startschuss einer Fülle an Investitionen des Stahlverarbeiters. Während das Firmenareal mit der neuen Betriebshalle und zusätzlichen 2.000 Quadratmetern an Freilager- und Logistikflächen räumlich erweitert wird, sollen hochmoderne Anlagen für technologisches Wachstum sorgen. Neben einer weiteren High-End-Schweißroboteranlage kommt ein Doppelpack in der CNC-Zerspanung und im Zuschnitt. Mit zwei 5-Achs-DMG-Bearbeitungszentren sowie zwei CNC-Brennscheideanlagen erweitert das Unternehmen den Maschinenpark in den kommenden Monaten systematisch. „Mit der Expansion und dem Upgrade können wir die Qualität unserer Produkte sowie den Automatisierungsgrad unserer Fertigung weiter anheben“, betont Geschäftsführer Michael Winkelbauer.

Ein Kompetenzzentrum für härtesten Stahl

„Unsere Kernkompetenz, die Verarbeitung von hochverschleißfestem Stahl mit extrahoher Zähigkeit, können wir aber nicht nur in der für uns wichtigen Baumaschinenindustrie ausbauen", betont Winkelbauer. "Wir wollen uns auch im Bereich der Komponentenfertigung noch stärker etablieren." Mittelfristig sei es das Ziel, den Standort auf Basis der aktuellen Weiterentwicklungen als Kompetenzzentrum für die Verarbeitung von härtestem Stahl zu positionieren. Das Investitionsvolumen beläuft sich insgesamt auf fünf Millionen Euro und erstreckt sich bis Ende 2022.

Digitalisierung bei Winkelbauer auf allen Ebenen

Eingerechnet in das Expansionsvolumen ist dabei bereits ein in die Wege geleitetes, umfassendes Digitalisierungsprogramm. „Das beginnt am Shopfloor, wo wir unsere Fertigungslinien mit Hilfe der Digitalisierung neu ausrichten, geht über die Erneuerung der digitalen Kundenorganisation bis hin zur einheitlichen Bereitstellung aller Produktinformationen über unterschiedlichste Ausgabekanäle“, erklärt Winkelbauer.  Die weitverbreitete Meinung, eine höhere Automatisierung und mehr digitale Prozesse würden zu einem niedrigeren Mitarbeiterbedarf führen, kann Winkelbauer widerlegen. Bereits während der Pandemie wurden 15 Fachkräfte neu aufgenommen, um nochmals so viele Mitarbeiter soll das Unternehmen in den nächsten 24 Monaten insgesamt anwachsen. „Wir suchen aktuell in jedem Unternehmensbereich – ob in der Zerspanung und in der Schweißtechnik, ebenso wie im Vertriebsinnendienst und in der Konstruktion“, erklärt Winkelbauer. Von besonderer Bedeutung seien auch Lehrlinge, aktuell könne man bis zu zehn weitere Ausbildungsplätze besetzen

Hochmoderne Roboter und Brennschweißgeräte sorgen für eine moderne Fertigung bei Winkelbauer.

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