Optisch unterscheidet sich das Ergebnis deutlich von klassischen Farbanstrichen. Durch die feine Körnigkeit der Tonerden bricht sich das einfallende Licht je nach Sonnenstand immer wieder neu. So entstehen lebhafte Oberflächen mit Tiefenwirkung und wechselnden Lichteffekten.
Breite Farbpalette
Durch die Kombination aus weißem Tonmehl als mineralisches Bindemittel und Feinsand aus italienischem Carrara-Marmor entsteht ein warmer Weißton. Beigemischte Cellulose sorgt für Stabilität und verhindert zuverlässig, dass die Oberfläche bei Berührung abkreidet. Das Material lässt sich mit Erd- und Mineralpigmenten in unzähligen Farbtönen einfärben, von denen der Kreidezeit-Farbfächer 250 Beispielvarianten abbildet. Wer besondere Akzente setzen möchte, kann zu dekorativen Zuschlagstoffen greifen: Glimmer sorgt für noch mehr Glanzeffekte, während Strohhäcksel eine organische Struktur erzeugt.
Optimierte Rezeptur für noch leichtere Verarbeitung
Die Verarbeitung ist in der Regel auch für weniger Geübte zu bewerkstelligen. Der Putz wird als Pulver geliefert und einfach mit kaltem Wasser angerührt. Zur Untergrundvorbereitung empfiehlt sich – außer auf neuem Lehm-, Kalk- oder Kalkzementputz – eine Lehmputzgrundierung, auf deren leicht rauer Oberfläche der Lehmputz gut haftet. Standardwerkzeuge sind die Glättekelle zum Auftragen und das Schwammbrett zum Verreiben. „Lehm verzeiht beim Auftrag deutlich mehr als beispielsweise Kalkputz, da er an der Wand länger feucht bleibt. Wenn eine Stelle nicht nach Wunsch gelingt, kann man die Oberfläche einfach mit Wasser befeuchten und neu verreiben“, so Ulrich Bettentrup, technischer Berater bei Kreidezeit Naturfarben. Eine optimierte Rezeptur vereinfacht die Verarbeitung nun weiter: „Die Mischung der Körnung beinhaltet jetzt neben den ganz feinen mehr mittelgroße Partikel, die sich unter dem Reibebrett besser verteilen. Das erleichtert vor allem bei farbigen Putzen ein homogenes Ergebnis ohne zu starke Wolkenbildung“.
Als handfester Vorteil im Alltag erweist sich die reversible Lehmoberfläche: Sie kann mit etwas Wasser immer wieder angelöst und neu verrieben werden. Macken, Kratzer und Verschmutzungen lassen sich so problemlos beseitigen. Lehmfeinputz überzeugt als Luftfeuchte-Regulator. Mit seiner diffusionsoffenen Struktur nimmt er Feuchtigkeitsspitzen aus der Raumluft auf und gibt sie bei Trockenheit sukzessive wieder ab – das verbessert die Aufenthaltsqualität im Raum merklich. Verbraucher erhalten zudem Transparenz darüber, was sie sich an die Wand holen: Hersteller Kreidezeit verzichtet auf Kunststoffe und synthetische Zusätze, alle enthaltenen Inhaltsstoffe sind auf der Verpackung deklariert.
Unkomplizierte Alternative: Lehmfarbe oder Lehmstreichputz
Wer sich den Umgang mit der Glättekelle nicht zutraut, muss auf die Materialeigenschaften von Lehm nicht verzichten und findet und in klassischer Lehmfarbe oder Lehmstreichputz unkomplizierte Alternativen. Beide Varianten lassen sich einfach mit der Rolle oder der Bürste auftragen. www.kreidezeit.de
