Bei der 2024 abgeschlossenen Sanierung legte das international tätige Architekturbüro Wilmotte & Associés die gleichen konzeptionellen und qualitativen Maßstäbe zugrunde wie bei seinen großmaßstäblichen Projekten. Georges Kallas, leitender Architekt bei Wilmotte & Associés und Projektverantwortlicher, verweist in diesem Zusammenhang auf den Neubau des Maison de la Cosmétique in Chartres, der sich harmonisch in das historische Ensemble rund um die berühmte gotische Kathedrale einfügt und dessen feine, zurückhaltende emaillierte Glasfassade den historischen Charakter des Holzbaus subtil betont.
Ob einfach oder komplex – jedes Projekt geht über die bloße Bewältigung technischer Herausforderungen hinaus und folgt einer klar erkennbaren Handschrift, die ethischen Anspruch, gestalterische Präzision und Materialität mit einer sensiblen Architektur verbindet. Diese Haltung zeigt sich insbesondere in Konzepten, die Nutzung, Raum und Material im jeweiligen Kontext hinterfragen und die Geschichte eines Ortes respektvoll sichtbar machen, während ihm zugleich eine neue architektonische Zukunft gegeben wird. „Mit größter Sorgfalt entwickeln wir Oberflächen und Details, um eine ästhetische Kongruenz zu erzielen, die den geltenden Vorgaben entspricht. Unser Ziel ist es, über das Gebäude hinaus eine neue Qualität des Wohnens und Erlebens zu schaffen“, fährt Kallas fort.

Blick auf das geneigte Glasdach mit seiner filigranen T-Metall-Unterkonstruktion: Die Bestandsprofile konnten erhalten und mit schlankem Fineo-Vakuumisolierglas neu verglast werden – bei minimaler Aufbauhöhe und deutlich verbesserten bauphysikalischen Kennwerten. © Fineo

Blick auf das geneigte Glasdach mit seiner filigranen T-Metall-Unterkonstruktion: Die Bestandsprofile konnten erhalten und mit schlankem Fineo-Vakuumisolierglas neu verglast werden – bei minimaler Aufbauhöhe und deutlich verbesserten bauphysikalischen Kennwerten. © Fineo

Historisches Erbe trifft modernen Komfort

Die Art-déco-Glasfassade des ehemaligen Designstudios Wilmotte & Industries betont die Eleganz des Gebäudes. Mitarbeitende schätzten das feine Zusammenspiel von Glas und Metall, doch die historische Konstruktion entsprach nicht mehr den heutigen energetischen und akustischen Anforderungen. „Da die Eigentümergemeinschaft das historische Erscheinungsbild bewahren wollte, haben wir die T-Metallträger der Unterkonstruktion saniert und mit Fineo-Verglasung ausgestattet, die perfekt kompatibel ist. Dank der geringen Aufbauhöhe des Systems bleibt die originale Struktur erhalten, gleichzeitig erreicht die Verglasung Leistungswerte vergleichbar mit Dreifachverglasungen“, erklärt Kallas.
Bei größeren Scheiben mit Abmessungen von mehr als 40 x 150 cm kamen keramische Warm-Kante-Abstandhalter zum Einsatz. Dies erhöht den Schutz vor Glasbruch sowie vor möglichen Einwirkungen von außen. Die präzise Umsetzung übernahm Verre & Métal, ein seit 1921 etabliertes Unternehmen mit ausgewiesener Expertise im Glas- und Metallbau. Für die Umsetzung wählte man „Fineo 8“, laminiert mit 4 mm klarem Einscheiben-Sicherheitsglas. So fügt sich die Glaskonstruktion nahtlos in den Stil der 1930er Jahre ein und verbindet historische Substanz mit zeitgemäßem Komfort.

Innenansicht des erneuerten Glasateliers: Die historische Stahlkonstruktion blieb sichtbar und wurde mit vakuumgedämmtem Fineo-Glas ausgestattet. So vereint das Dach filigrane 1930er-Jahre-Ästhetik mit einem Ug-Wert von bis zu 0,7 W/(m²K) und verbessertem Schallschutz. © Fineo

Innenansicht des erneuerten Glasateliers: Die historische Stahlkonstruktion blieb sichtbar und wurde mit vakuumgedämmtem Fineo-Glas ausgestattet. So vereint das Dach filigrane 1930er-Jahre-Ästhetik mit einem Ug-Wert von bis zu 0,7 W/(m²K) und verbessertem Schallschutz. © Fineo

Innenansicht des erneuerten Glasateliers: Die historische Stahlkonstruktion blieb sichtbar und wurde mit vakuumgedämmtem Fineo-Glas ausgestattet. So vereint das Dach filigrane 1930er-Jahre-Ästhetik mit einem Ug-Wert von bis zu 0,7 W/(m²K) und verbessertem Schallschutz. © FineoClément Lemoine, Produktmanager und Marktstratege von Fineo by AGC, betont: „Die zentrale Innovation der Fineo-Verglasung liegt in dem versiegelten, vakuumierten Raum von nur 0,1 Millimeter Dicke zwischen zwei Glasscheiben, der sowohl eine sehr hohe Energieeffizienz als auch eine bislang unerreichte Schlankheit ermöglicht“. Er führt weiter aus: „Dieser außergewöhnlich kleine Vakuumzwischenraum reduziert den Wärmeaustausch zwischen den beiden Scheiben drastisch und sorgt für eine hervorragende Wärmedämmung mit einem Ug-Wert von 0,7 W/(m²K) bei einer Gesamtdicke von lediglich 6,7 Millimetern in der Minimalversion. Gleiches gilt für die Schalldämmung, gemessen am Schalldämmwert Rw, der in den Standard-Konfigurationen 36 Dezibel erreicht und in der Verbundglasausführung mit dem Schallschutzglas Stratophone von AGC bis zu 45 Dezibel.“
Damit verbindet Fineo in einem historischen und denkmalgeschützten Kontext auf ideale Weise hohe Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit. „Unsere Labortests bestätigen eine thermische und akustische Integrität von über 60 Jahren. Für das sorgfältig erneuerte Glasatelier in der Rue de Charonne in Paris bedeutet das eine lange und schöne Zukunft“, versichert Lemoine.
(bt)