Der Wettbewerb hat sich in den vergangenen Jahren als fixe Größe etabliert und gilt als wichtige Plattform, um junge Tischler*innen und Tischlereitechniker*innen ins Rampenlicht zu rücken. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur die ausgezeichneten Werkstücke, sondern auch die Persönlichkeiten dahinter – engagierte Nachwuchskräfte, die das Handwerk von morgen prägen.

Seit Jahren setzt die Landesinnung in enger Zusammenarbeit mit den Fachberufsschulen in Absam und Lienz gezielt Impulse im Bereich Gestaltung und Design. Ziel ist es, die gestalterische Kompetenz in der Ausbildung weiter zu stärken und das hohe Qualitätsniveau des Tiroler Tischlerhandwerks nachhaltig abzusichern. „Der Gestaltungspreis ist ein sichtbares Zeichen dafür, wieviel Innovationskraft, Kreativität und Präzision in unserem heimischen Handwerk stecken. Gerade in einer Zeit in der sich vieles verändert, sind es gut ausgebildete engagierte junge Menschen, die mit Können, Ideenreichtum und Mut neue Maßstäbe setzen.“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler.
Auch Landesinnungsmeister Helmuth Hehenberger unterstreicht die Bedeutung des Preises: „Der Gestaltungspreis macht außergewöhnliche Leistungen sichtbar und motiviert junge Menschen, ihren Weg im Handwerk mit Selbstbewusstsein und Innovationsgeist weiterzugehen.“ Besonders erfreulich ist die zunehmende Verbindung von traditionellem Handwerk mit zeitgemäßen Designansätzen.

Insgesamt wurden heuer 27 Projekte eingereicht, 24 davon erreichten die zweite Juryrunde. Letztlich präsentierten 15 junge Tischler*innen ihre Arbeiten in der Hypo Tirol Bank am Innsbrucker Bozner Platz vor einer fünfköpfigen Fachjury, bestehend aus Christian Margreiter von der Tiroler Fachberufsschule für Holztechnik, René Marschall von marschall designlab, dem Jury-Vorsitzenden Wolfgang Pöschl von Tatanka Architekten, Frank Tschoner von der Tiroler Tageszeitung und Bundeslehrlingswart Ludwig Weichinger-Hieden. Die Arbeiten wurden intensiv diskutiert und bewertet, bevor die endgültigen Entscheidungen getroffen wurden.
In der Kategorie Tischler als dreijährige Lehre wurden eine Auszeichnung für Katharina Huter (Gerhard Höckner), zwei Anerkennungen für Ruben Falkenstein (schöner wohnen Tischlerei) und Valentin Otto (Tischlerei Jenewein) sowie drei Nominierungen für Christina Mark (Tschallener), Magdalena Steidl (Georg Kassewalder) und Felix Mitteregger (Tischlerei Lanser) vergeben, in der Katergorie „Tischlereitechnik“ als vierjährige Lehre waren es eine Auszeichnung für Valentina Felicitas Grassmayr (Holzmanufaktur und Vitrinenbau Auer), zwei Anerkennungen für Matthias Brugger (Wetscher) und Tobias Haslwanter (Markus Buchhammer) sowie sechs Nominierungen für Mathias Spitaler (Rieder), Titus Moosbrugger (3zante Lukasik & Mathies), Christine Wolfbauer (Tischlerei Holzknecht), Jamie Colin Friedl (Aufschnaiter Interior), Paul Reiff (Holzmanufaktur und Vitrinenbau Auer) und Tobias Wallner (Gerhard Höckner).

„Jeder Teilnehmer ist ein Sieger, denn alle eingereichten Arbeiten zeugen von hoher handwerklicher Qualität und bemerkenswerter gestalterischer Eigenständigkeit. Die Vielfalt der Konzepte zeigt eindrucksvoll, wie lebendig und zukunftsorientiert unser Handwerk ist.“
Wolfgang Pöschl
Der Gestaltungspreis versteht sich nicht nur als Würdigung herausragender Leistungen, sondern auch als Signal für die Zukunft des Tischlerhandwerks in Tirol. proHolz-Vorsitzender Manfred Saurer betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Veranstaltung für die gesamte Wertschöpfungskette: „Mit der Präsentation dieser ausgezeichneten Gesellenstücke zeigen wir, welches Potenzial in der heimischen Forst- und Holzwirtschaft steckt – von der Ressource bis zum hochwertigen Designprodukt.“
