Laut einer aktuellen Hochrechnung des Kreditschutzverbands KSV1870 mussten im ersten Quartal 2026 in Österreich 1.687 Unternehmen Insolvenz anmelden. Das sind 6 Prozent weniger als im Vorjahr.  Betriebe pro Tag. Zu den Insolvenztreibern zählen der Handel, das Baugewerbe und der Sektor Gastronomie/Beherbergung – sie verzeichnen laut KSV 1870 seit Jahresbeginn 44 Prozent aller Firmenpleiten. Die vorläufigen Passiva sind deutlich um 23,6 Prozente auf rund 2 Milliarden Euro gesunken.  Dennoch warnt der Kreditschutzverband vor allzu großem Jubel. KSV 1870-Chef Karl-Heinz Götze: „Nichts destotrotz ist es deutlich zu früh, von einer Trendumkehr zu sprechen zumal gerade in den vergangenen Wochen neue Krisenherde aufgetreten sind, die Potenzial haben, negativen Einfluss auf die heimische Wirtschafts- und Insolvenzentwicklung zu nehmen.“

Besonders besorgniserregend

Besonders besorgniserregend sei vor allem eine Entwicklung: Während die Zahl der eröffneten Insolvenzverfahren um rund zwölf Prozent gesunken sei, sei jene der mangels Masse nicht eröffneten Fälle um knapp fünf Prozent gestiegen. Mittlerweile würden die Nichteröffnungen bereits 41 Prozent aller Unternehmensinsolvenzen in Österreich ausmachen. „Für den heimischen Wirtschaftsstandort ist es ein Alarmsignal, dass immer mehr Betriebe nicht in der Lage sind, die Kosten in der Höhe von 4.000 Euro für ein ordentliches Insolvenzverfahren aufzubringen“, so der KSV 1870. „Wenn die Zahl der nicht eröffneten Verfahren steigt, steigen die finanziellen Verluste der Gläubiger noch weiter, da eine professionelle Aufarbeitung dieser Fälle nicht mehr möglich ist. Angesichts dieser Entwicklungen ist es wohl an der Zeit, sich konkret darüber Gedanken zu machen, wie man aus gesetzlicher Sicht mit derartigen Fällen in Zukunft umgehen möchte“, meint Götze.

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