Der Markt für baulich verwendete Farben und Lacke trat im vergangenen Jahr auf der Stelle. Laut einer aktuellen Erhebung von Branchenradar sind im vergangenen Jahr die Herstellererlöse von Farben und Lacken in Österreich moderat um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 188,4 Millionen Euro gesunken. Rückläufig entwickelten sich allerdings nur Bautenlacke sowie Holzschutzmittel und Lasuren. Angeschoben vom florierenden Bedarf im Neubau wuchs der Umsatz mit Wandfarben zumindest moderat um knapp ein Prozent (+0,9% geg. VJ). Bei Holzschutzmitteln und Lasuren sanken die Erlöse indessen um 1,1 Prozent gegenüber Vorjahr, bei Bautenlacken sogar um 5,4 Prozent gegenüber Vorjahr.

Ursachen des Verbraucherrückgangs

Die massive Kontraktion bei Bautenlacken war jedoch nicht alleine das Resultat eines schrumpfenden Verbrauchs. Vielmehr war dafür auch die Bevorratung im Baustoffhandel im Jahr davor verantwortlich. Denn durch den Marktausstieg von Tiger Lacke musste im Jahr 2018 die Waren-Pipeline im Baustoffhandel mit alternativ gelisteten Artikeln neu aufgebaut werden. Es wurden Regale neu bestückt und ein Warenbestand angelegt. Im darauffolgenden Jahr 2019 konnte dieses Absatzvolumen naturgemäß nicht gehalten werden, da die neuen Lieferungen auf die bereits gefüllte Pipeline aus dem Jahr davor aufsetzten. Der Erlösrückgang bei Bautenlacken im abgelaufenen Jahr war daher zu einem bestimmten Grad auch rein technischer Natur.

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Trend zu umweltfreundlicheren Produkten

Nahezu ungebremst setzte sich im Jahr 2019 hingegen der Trend zu umweltfreundlicheren Produkten fort. Die Nachfrage nach lösemittelhaltigen Produkten sank bei Bautenlacken, Holzschutzmitteln und Lasuren insgesamt um 7,2 Prozent gegenüber Vorjahr. Damit wurden um 265.000 Liter weniger verkauft als im Jahr davor. Im Gegenzug kletterte der Marktanteil von wässrigen Systemen auf über 39 Prozent.