Die Messe München sieht sie als „die Weltmesse“ und den „wichtigsten Branchentreffpunkt und das Herz der größten internationalen Plattform für Umwelttechnologien“. Und die IFAT Munich kann tatsächlich mit beeindruckenden Zahlen aufwarten: Vom 4. bis 7. Mai 2026 präsentieren mehr als 3.200 Aussteller aus mehr als 60 Ländern auf der Umwelttechnologiemesse in München ihre Strategien und Innovationen.

Thema gut gewählt

Im Mittelpunkt der IFAT stehen diesmal Lösungen für Wasser, Recycling und Zirkularität.  „Selten war die IFAT Munich in ihrer 60-jährigen Geschichte so eng mit weltwirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklungen verknüpft wie heute“, meint der Veranstalter. „Vor dem Hintergrund globaler Lieferkettenkrisen rücken zentrale Themen der Messe verstärkt in den Fokus von Politik und Industrie.“ Denn konsequent umgesetzte Zirkularität gelte zunehmend als entscheidender Faktor, um Rohstoffabhängigkeiten zu reduzieren und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen wie europäischen Wirtschaft zu sichern.

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Die Messe München verweist dabei auch auf den Aktionsplan Ressource EU, den die Europäische Kommission im Dezember 2025 vorgestellt hat: Neben Förderprogrammen für eine effizientere Ressourcennutzung sieht er unter anderem Exportbeschränkungen für bestimmte Abfallströme – etwa Aluminiumschrott oder Abfälle aus Permanentmagneten – vor, um Recyclingkapazitäten innerhalb Europas zu stärken. Ergänzend sollen neue Kennzeichnungspflichten sowie zusätzliche Recyclinganreize für Batterien eingeführt werden.

Wenige Wochen vor dem Messestart zeichne sich deutlich ab, „dass unsere Aussteller wertvolle Impulse und Innovationen für mehr Rohstoffsicherheit nach München bringen“, sagt Exhibition Director Philipp Eisenmann. Beispiele dafür seien neue Verfahren zum Recycling von Lithium-Ionen-Batterien, innovative Ansätze im Autorecycling sowie digitale Technologien zur präziseren Sortierung von Wertstoffen.

Auch im Veranstaltungsprogramm spielt dieses Thema eine zentrale Rolle. Gleich mehrere Podiumsdiskussionen widmen sich den Chancen und Strategien einer zukunftsfähigen Kreislaufwirtschaft. Zudem bietet die Messe Einblicke in die Praxis: Auf dem Freigelände demonstriert die Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen moderne mechanische Zerlegeverfahren live vor Publikum.