Barfuß auf einer Holzterrasse zu laufen, kann ein Vergnügen sein. Wer seine Holzterrasse vernachlässigt, bekommt die Quittung in Form grauer, rissiger Dielen und fieser Splitter. Doch strapazierte Holzterrassen lassen sich mit überschaubarem Aufwand nachhaltig revitalisieren.

Bvor man zu Pinsel oder Rolle greift, muss die Terrasse gründlich gereinigt werden.
Bevor man zu Pinsel oder Rolle greift, muss die Terrasse gründlich gereinigt werden. © Natural Naturfarben

Zunächst sollte die Terrasse gründlich inspiziert werden, rät Werner Koppermüller, technischer Berater bei Natural Naturfarben. Hat sich bereits Moos oder die typische graue Celluloseschicht gebildet, die entsteht, wenn UV-Strahlen das Lignin zersetzen? Das Problem: Sie saugt das Öl wie ein Schwamm auf. Die Folge wäre ein deutlich höherer Materialverbrauch bei schlechter Haftung und schnellerem Abwittern.

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Beim Entmoosen mit dem Hochdruckreiniger auf ausreichend Abstand achten.
Beim Entmoosen mit dem Hochdruckreiniger auf ausreichend Abstand achten. © Natural Naturfarben

Der Rettungsplan: Reinigen, Entgrauen, Vitalisieren

Bei normaler Verschmutzung kann man sofort zur Reinigung übergehen: Je nach Verschmutzungsgrad Natural Intensivreiniger im Verhältnis 1 zu 4 bis 1 zu 1 mit Wasser mischen, per Schrubber oder Einscheibenmaschine einarbeiten und anschließend mit klarem Wasser neutralisieren. Moos vorher unbedingt vorsichtig und mit ausreichendem Abstand per Hochdruckreiniger entfernen. Einer Celluloseschicht rückt man vorab mit Natural Holzauffrischer Antigrau zu Leibe, sodass sich das Öl später wieder fest mit den Holzfasern verbinden kann.

Ungeschütztem Holz setzt die Witterung mit der Zeit besonders zu.
Ungeschütztem Holz setzt die Witterung mit der Zeit besonders zu. © Natural Naturfarben

Tiefenwirkung statt Oberflächlichkeit

Anschließend folgt die Nachpflege mit Natural Terrassenöl auf Leinöl- beziehungsweise Wasserbasis. Es dringt tief ins Holz ein und hält es elastisch und frisch, ohne es zu versiegeln. Das Eindringen von Feuchtigkeit sowie das Quellen und Schwinden der Holzfasern wird verhindert. „Das Öl mit der Rolle unbedingt dünn auftragen. Eine zu dicke Schicht kann im nächsten Winter zu unschönen Abschuppungen führen,“ erklärt Koppermüller. Pflanzenöle und Harze bleiben elastisch, das verhindert Abplatzungen und Rissbildung.

„Bei neuen Terrassen sollte man der Vergrauung des Holzes mit einer Rundum-Ölung zuvorkommen. Das reguliert die Feuchte von Anfang an und beugt dem gefürchteten „Schüsseln“, dem Verziehen der Dielen, vor. Die Frischekur sollte etwa alle zwei Jahre wiederholt werden.“

Werner Koppermüller, technischer Berater bei Natural Naturfarben

Abschließend wird zur Nachpflege das Terrassenöl dünn mit der Rolle aufgetragen.
Abschließend wird zur Nachpflege das Terrassenöl dünn mit der Rolle aufgetragen.

Natürliches Grau oder frische Farbigkeit

Natürlich vergraute Holzterrassen lassen sich am besten mit farblosem Öl schützen. Um den ursprünglichen Farbton zu bewahren oder aufzufrischen, kann man aus fünf untereinander mischbaren Farbtönen wählen. Die Farbpigmente fungieren als Schutzschild gegen UV-Licht und stoppen den Vergrauungsprozess. Natürliche Inhaltsstoffe und Volldeklaration Alle Komponenten des Pflegesystems sind als Naturprodukte für Mensch, Tier und Umwelt völlig unbedenklich und durch die freiwillige Volldeklaration jederzeit nachvollziehbar. (bjr)

Alle Inhaltsstoffe sind als Naturprodukte für Mensch, Tier und Umwelt völlig unbedenklich und durch die freiwillige Volldeklaration nachvollziehbar.
Alle Inhaltsstoffe sind als Naturprodukte für Mensch, Tier und Umwelt völlig unbedenklich und durch die freiwillige Volldeklaration nachvollziehbar. © Natural Naturfarben