In der Porzellangasse im neunten Wiener Gemeindebezirk ist es zu einem folgenschweren Arbeitsunfall gekommen. Wie Einsatzkräfte mitteilten, brachen bei Betonierungsarbeiten im Zuge eines Dachgeschoßausbaus Teile eines Baugerüsts sowie eine Schalung ab. Die Konstruktion stürzte in den Innenhof eines Altbaus in Höhe Bauernfeldplatz.

Laut einem Sprecher der Berufsfeuerwehr Wien, befanden sich insgesamt fünf Personen auf dem Gerüst, als die gesamte Konstruktion zusammenbrach. Die Einsatzkräfte wurden kurz nach dem Unfall alarmiert. Zunächst war von einem Schwerverletzten die Rede, erst im Laufe des Abends wurde das volle Ausmaß des Unglücks bekannt.

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Vier Tote, ein Schwerverletzter
Nachdem die Angehörigen verständigt worden waren, bestätigte die Feuerwehr, dass vier Menschen bei dem Unfall ums Leben gekommen sind. Ein 45-jähriger Arbeiter wurde mit schweren Verletzungen ins Spital gebracht. Nach Angaben der Berufsrettung erlitt er schwere Kopfverletzungen, Verletzungen an der Wirbelsäule sowie mehrere Knochenbrüche.

Die Bergung gestaltete sich schwierig. Laut Feuerwehr mussten Teile des eingestürzten Materials teilweise mit bloßen Händen entfernt werden, um den Verletzten zu erreichen. Weitere Bauarbeiter unterstützten die Rettungskräfte bei den Arbeiten.

Großeinsatz und Ermittlungen
Der Unfallort wurde großräumig abgesperrt, Polizei, Berufsfeuerwehr, Berufsrettung und der Katastrophenhilfsdienst Wien standen im Einsatz. Auch eine Drohne der Feuerwehr wurde eingesetzt, um sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen. Mehrere Angehörige der auf der Baustelle beschäftigten Personen wurden vor Ort betreut.

Die Polizei befragt derzeit Zeugen, darunter den Kranfahrer, der sich zum Zeitpunkt des Unglücks auf der Baustelle befand. Auch das Arbeitsinspektorat ist in die Ermittlungen eingebunden. Der schwer verletzte Arbeiter soll befragt werden, sobald sein Gesundheitszustand dies zulässt, sagte ein Polizeisprecher. Während des Einsatzes kam es zu Verkehrsbehinderungen. Der Bereich rund um die Porzellangasse blieb über Stunden gesperrt, auch der öffentliche Verkehr war zeitweise eingeschränkt.