Der beeindruckende Altar der Kapelle in Absam: ganz aus Glas mit ineinander verschmolzenen Farbgläsern, lebensgroßen Figuren und rotem Glasherz im Zentrum.
Auch im Privatbereich ist die Künstlerin tätig: Unter anderem fertigt sie Waschbecken aus Glas.
Detail der ca. 90 Zentimeter großen Glasschale mit gegossenen Glashänden.
Künstlerin Stefanie Fischler bei der Arbeit.

Die lebensgroßen Figuren in Glas-Fusingtechnik angefertigt, bringen in der Farbwahl und der jeweiligen Intensität der Farben die Kraft und Bedeutung der Liturgie zum Ausdruck. Unter dem Altartisch in der Kapelle „Der Engel des Herrn“ in Absam befindet sich eine ca. 90 Zentimeter große Glasschale, die von gegossenen Glashänden gehalten wird (ebenfalls in Fusing-Technik). Glaswerke von Stefanie Fischler befinden sich ebenso in der Kapelle in Thaur, Farbglasgestaltungen in Bildungszentren und Pfarrsälen. Darüber hinaus beschäftigt die Künstlerin sich mit der Restaurierung von Bleiverglasungen und Glasmalereien. 

Individualität für den privaten Bereich

Abgesehen von den Kreationen für den öffentlichen Bereich wandte sich Stefanie Fischler auch dem privaten Umfeld zu. Exklusive Speiseservice, Vasen, Schüsseln, Rückwände für die Küche, Gläser für Fenster und Türen, Raumteiler und Glasfassaden tragen ihre unverwechselbare Handschrift. Es geht auch in den intimen Wohnbereich mit Spiegeln, Boards, Schranktüren und Kleinskulpturen in individueller Anfertigung und ausgewählten Farben. Durch Materialkombinationen veredelter Gläser mit Metall, Steinen, Rinden und Holz folgt die Künstlerin modernen Trends.

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Von Kramsach bis New York

Nach der Fachausbildung in der Glasfachschule Kramsach von 1993 bis 1997 arbeitete Stefanie Fischler in verschiedenen Glasver- und bearbeitungsbetrieben. Nach Auslandsstudien absolvierte sie im Jahr 2000 die Meisterprüfung und ist heute selbstständige Glaskünstlerin. Ihre Kunstwerke finden sich auch in Deutschland, Italien, Schweiz, Spanien, England und New York. 
Abschließend kommt die Künstlerin zu Wort: „Unter Fusingtechnik ist das Zusammenschmelzen verschiedener Gläser zu verstehen. Ganze Glasscheiben bis zu feinstem Glaspulver werden – entspechend dem Entwurf – übereinander oder nebeneinander im Fusingofen von 650 bis 950 Grad verschmolzen. Ebenso wichtig wie die Schmelztemperatur ist der Abkühlvorgang, den ich mit äußerster Aufmerksamkeit beobachte. Diese Ein- und Mehrfachbrände machen die Individualität meiner Glaskunstwerke aus.“ www.glasdesign.co.at