Hohlfasern aus Polyestergranulat werden zu Platten gepresst und in den Zwischenraum von Isoliergläsern eingelegt – das erste Produkt geht in Produktion.
Die Kö-Bogen von Daniel Libeskind. „Okasolar” fügt sich harmonisch in die Gebäudehülle ein.

„Um gute Lösungen zu finden, braucht es vor allem Experimentierfreude und ein hohes Maß an Beharrlichkeit“, ist die Devise von Sebastian Otto, Firmengründer und bis heute aktiver Gesellschafter von Okalux. Die Erfolgsgeschichte von Okalux beginnt Anfang der 1960er Jahre. Der entscheidende Impuls für die Geschäftsidee kam durch die Begegnung mit dem kreativen Materialforscher und Erfinder Hans-Joachim Dietzsch, der in einer Garage in Kreuzwertheim Hohlfasern aus Polyestergranulat herstellte. Otto übernahm 1963 dessen Firma und gliederte sie als Abteilung „Otto Kapillare“ in die familieneigene Fils-Textil GmbH ein. Das Tochterunternehmen bot ein gutes Umfeld, um zu experimentieren und mögliche Anwendungen auszuprobieren. Im November 1964 kam mit Ruppert Kümpers der Mann hinzu, der das weitreichende Potential der Kapillarplatten für die Baubranche erkannte. Gezielt forcierte er den Einsatz im Zusammenspiel mit dem Werkstoff Glas und begann die Platten in den Scheibenzwischenraum der damals gerade aufkommenden Zweifach-Isolierverglasungen einzulegen. Das war die Geburtsstunde des ersten Erfolgsprodukts „Okalux“, in dem sich wie in einem Brennglas bereits die Grundprinzipien aller Produkte der späteren Unternehmensentwicklung bündeln: Tageslichtnutzung, Energieeffizienz und Nutzerkomfort.

Carl-Robert Kümpers, der kurzzeitig die Geschäftsführung von seinem Vater übernahm, baute das internationale Netzwerk des Unternehmens konsequent weiter aus. Neugier und Experimentierfreude trieben die Okalux-Entwickler dazu an, immer neue Materialien in den Scheibenzwischenraum einzulegen und zu erproben. Für den heutigen Geschäftsführer, Oliver M. Hübler, ist diese Aufgeschlossenheit und Experimentierfreude ein durchgängiger Zug der Okalux-Geschichte und auch sein persönliches Credo für die Weiterentwicklung des Unternehmens. Heute wird nahezu jeder Werkstoff in den Scheibenzwischenraum integriert – seien es filigrane Holzraster, Kapillareinlagen, Streckmetalle, Kaffeebohnen oder Kieselsteine.

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