Im kommenden Jahr stehen 500 Millionen Euro für die Sanierungsoffensive der Bundesregierung zur Verfügung. Die Sanierungsoffensive soll Treibhausgasemissionen reduzieren, Investitionen anstoßen, regionale Betriebe stärken und Arbeitsplätze sichern. Von diesen 500 Millionen Euro entfallen 179 Millionen Euro auf den Kesseltausch – also den Tausch von Heizungen mit fossilen Brennstoffen gegen nachhaltige Systeme wie Wärmepumpen, Solarheizungen oder Biomasseheizungen. Der größere Teil von 321 Millionen Euro steht für die thermische Sanierung von Gebäuden zur Verfügung. Er verteilt sich folgendermaßen: 181 Millionen Euro stehen für den mehrgeschoßigen Wohnbau zur Verfügung, 90 Millionen Euro für Sanierungen von Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäusern sowie Reihenhäusern und 50 Millionen Euro für gemeinnützige Bauvereinigungen.
Deutlich effizienter
Die Förderungen für den Kesseltausch sollen laut Umweltministerium zudem „deutlich effizienter“ gestaltet werden: In der vorigen Legislaturperiode betrugen die Förderungen noch rund 75 Prozent der Investitionssumme. 2026 wurde dieser Anteil auf 30 Prozent gesenkt. 2027 soll er rund 20 Prozent betragen. „Das bedeutet: Mehr Wirkung pro eingesetztem Euro Steuergeld“, meint das Ministerium.
Ein zentraler Anspruch der Förderung liegt laut Ministerium auf „Made in Europe“: „Die im Rahmen dieser Förderungen gesetzten Investitionen sollen nach Möglichkeit auch den Zielen der Stärkung der europäischen (EWR und Schweiz) Wertschöpfung, der technologischen Souveränität sowie resilienter Lieferketten Rechnung tragen (Made in Europe)“, heißt es.
„Unser Steuergeld soll europäische Wertschöpfung stärken, und möglichst viel davon soll in Österreich ankommen. Bei thermischen Sanierungen bleiben rund 90 Prozent der Wertschöpfung im Inland“, sagt Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer. „Damit unterstützen wir gezielt unsere regionalen Bau- und Handwerksbetriebe. Diese Investitionen wirken mehrfach: als Auftrag für das Unternehmen, als Beschäftigung in der Region und als geringerer Energieverbrauch im eigenen Zuhause.“
„Gut sanierte Gebäude benötigen dauerhaft weniger Energie. Das kann die laufenden Energiekosten senken, reduziert die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und leistet einen wirksamen und konstruktiven Beitrag zum Klimaschutz“, meint Umweltminister Norbert Totschnig.
