Vom 8. bis 13. März 2026 präsentierten 1.927 Aussteller aus 49 Ländern auf der Light + Building in Frankfurt am Main technologische Lösungen für Gebäude, urbane Räume und Lichtdesign. Insgesamt kamen 144.767 Besucher aus 143 Ländern zur internationalen Branchenmesse.

Die meisten internationalen Gäste reisten aus China, den Niederlanden, Italien, der Schweiz, Frankreich, Österreich, Belgien, Großbritannien, Spanien und Griechenland an. Einschränkungen im internationalen Flugverkehr sowie die geopolitische Lage im Nahen Osten mit temporären Ausfällen wichtiger Flugdrehkreuze – insbesondere in Dubai – führten laut Veranstalter dazu, dass nicht alle Besucher*innen wie geplant anreisen konnten. Dennoch bestätigte die Veranstaltung ihre starke Verankerung in Deutschland sowie in Zentral- und Westeuropa.

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„Die Light + Building 2026 hat mal wieder bewiesen, wie innovationsstark und zukunftsorientiert diese Branche ist“, sagt Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt in Frankfurt am Main. „Die Light + Building bringt Menschen aus Industrie, Handwerk, Planung und Design zusammen und schafft damit die Grundlage für Dialog, Kooperation und neue Ideen.“ 95 Prozent der Besucher*innen zeigten sich laut Veranstalter insgesamt zufrieden mit ihrem Messebesuch und gaben an, ihre Ziele erreicht zu haben. Ebenso viele bewerteten das Ausstellungsangebot positiv.

Gebäude als Teil intelligenter Energiesysteme

Im Bereich Gebäudetechnik zeigte die Messe, dass Gebäude zunehmend als aktiver Bestandteil eines intelligenten Energiesystems betrachtet werden. Intelligente Energieverteilung, integriertes Last- und Lademanagement sowie bidirektionales Laden verknüpfen Gebäude, Stromnetz und Elektromobilität stärker miteinander.

Gleichzeitig rückte die Modernisierung bestehender Gebäude stärker in den Fokus. Modulare und skalierbare Lösungen sollen laut Ausstellern die energetische Nachrüstung vereinfachen und wirtschaftlicher machen. Digitale Planungs- und Bedienkonzepte sowie multifunktionale Interfaces sollen Installation und Betrieb erleichtern. Auch Ladeinfrastruktur für Elektromobilität sowie Systeme für kritische Anwendungen gewannen an Bedeutung. Ziel vieler Entwicklungen sei es, Gebäude ganzheitlich, flexibel und langfristig zukunftsfähig auszurichten.

Beleuchtung wird zunehmend datenbasiert

Im Lichtbereich stand die Entwicklung hin zu datenbasierten, adaptiven Beleuchtungssystemen im Mittelpunkt. Sensorik, vernetzte Leuchten und KI-gestützte Steuerungen ermöglichen laut Ausstellern eine präzise Lichtverteilung, die sich automatisch an Anwesenheit, Tageslicht oder Nutzungsszenarien anpasst.

Solche Systeme kommen in unterschiedlichen Bereichen zum Einsatz – von Wohnräumen über Hotellerie und Handel bis hin zu Industrieanlagen und urbaner Infrastruktur. Parallel dazu bleibt Licht ein zentrales Gestaltungselement in der Innenarchitektur. Unterschiedliche Designsprachen, Lichtfarben und hochwertige Leuchten sollen Atmosphäre schaffen und die Aufenthaltsqualität verbessern. Nachhaltigkeit spielte ebenfalls eine wichtige Rolle. Viele Hersteller präsentierten Produkte mit langlebigen Komponenten, nachhaltigen Materialien und Konzepten für kreislauffähiges Produktdesign.

Design, KI und Nachwuchsförderung

Begleitveranstaltungen setzten zusätzliche inhaltliche Akzente. Die Design Plaza in Halle 3.1 widmete sich aktuellen Entwicklungen im Lichtdesign und präsentierte internationale Projekte und Trends. Auch die Initiative Women in Lighting war dort vertreten. Das Elektrohandwerk stellte auf der Messe unter anderem die Initiative ElektroHeldinnen vor, die Frauen im Handwerk sichtbarer machen und stärker vernetzen soll. Aufmerksamkeit erhielt zudem das Areal Young Design, in dem Nachwuchsdesigner*innen neue Materialien und experimentelle Leuchtenkonzepte präsentierten.

In der AI Lounge in Halle 9 standen Anwendungen der Künstlichen Intelligenz in Planung, Betrieb und Geschäftsmodellen der Gebäudetechnik im Mittelpunkt. Die Sonderschau The Living Light zeigte darüber hinaus, wie Beleuchtung in den Lebensbereichen Home, Education, Work und Communication eingesetzt werden kann.

Mit dem Power Festival baute die Messe zudem ihr Angebot für den Branchennachwuchs im Elektrohandwerk aus. In der Galleria zwischen Halle 8 und 9 bot das Format Workshops, Challenges und Seminare zur Arbeitssicherheit sowie Diskussionsrunden mit Branchenvertreterinnen und -vertretern.

Teil der Veranstaltung war auch eine Charity-Aktion: Besucher sammelten auf Aktionsfahrrädern Kilometer für einen guten Zweck. Die Messe ergänzte den Betrag auf insgesamt 10.000 Euro und spendete die Summe an die Deutsche Kinderhilfsstiftung zur Förderung von Bildungschancen für Kinder.