Nun stellte Schiedel International das erste passivhauszertifizierte Kaminsystem, den Schiedel „Xpert“, vor und trägt damit einem Trend Rechnung, der sich bis 2020 noch verstärken wird: das Wohnen in hoch­energieeffizienten Gebäuden, und dennoch mit Kamin. Immer mehr Österreicher wohnen in einem Passivhaus bzw. in einem hochenergieeffizienten Gebäude: 2010 wurden insgesamt rund 12.000 Passivhäuser in Österreich neu errichtet. Ungeachtet deren sehr guter Wärmedämmung kann eine Beheizung notwendig werden. Eingebaute Komponenten sollten nicht zu weiteren Wärmeverlusten führen, und die Beheizung sollte mit nachwachsenden Brennstoffen möglich sein.

Passivhäuser sind nicht nur durch ihre gute Wärmedämmung sehr energieeffizient, sondern zeichnen sich auch durch hohe Luftdichtheit, meist gekoppelt mit einer kontrollierten Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung, aus. Feuerstellen müssen aber raumluftunabhängig zu betreiben sein, da durch die luftdichte Gebäudehülle eine Zuluftversorgung raumseitig nicht gegeben ist. Des Weiteren werden dadurch die Gefahr des Abgasaustritts bei Lüftungsbetrieb und eine Raumauskühlung vermieden. Dazu Peter Holzer, der das Projekt an der Donau-Universität Krems leitet: „Für ein Passivhaus geeignete Kamine sollten darüber hinaus eine hohe Energieeffizienz ermöglichen, eine lange Lebensdauer ohne Funktionsbeeinträchtigung aufweisen. Ein solcher Kamin muss also so gut gedämmt sein, sodass die im Passivhaus notwendigen Oberflächentemperaturen nicht unter 17 °C liegen. Er muss bei festen Brennstoffen feuchteunempfindlich und korrosionsbeständig sein, auch nach einem Rußbrand. Seine Konstruktion muss es ermöglichen, die Abgase auch mit niedrigsten Temperaturen noch ohne weitere Hilfsenergie abzuleiten.“

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Es gilt, energiesparende Maßnahmen mit der gesamten Bauphysik zu optimieren, um ein perfektes Raumklima zu schaffen. Kalte Oberflächen verschiedener Bauteile wie etwa Mantelsteine eines Kaminsystems können unter gewissen Umständen zur Kondensation der Raumluftfeuchtigkeit führen. In der Folge besteht die Gefahr der Schimmelbildung, diese kann aber durch eine gute Dämmung und „normale“ Wohnungsnutzung verhindert werden.
Und weil gerade im Baugeschäft alles immer schneller gehen muss, geht hier der Trend eindeutig zu vorgefertigten Lösungen, die schnelles Montieren, Versetzen oder Aufmauern ermöglichen. Aus diesem Grund bietet Schiedel auch eine neue Art der Montage von Kaminen an, „Schiedel Absolut Xpress“, das nur mehr aus zehn Komponenten besteht.
 
Schiedel Kaminsysteme GmbH
Friedrich-Schiedel-Straße 2–6, A-4542 Nußbach
T: 050 6161–100
E: info@schiedel.at
I: www.schiedel.at