Würth Österreich hat den offiziellen Startschuss für die Erweiterung seines Logistikstandorts in Böheimkirchen in Niederösterreich gegeben. Mit einer Investition von 20 Millionen Euro soll die bestehende Anlage ausgebaut und für zukünftige Anforderungen im Bereich Handwerk und Industrie gestärkt werden. Der Zubau umfasst eine zusätzliche Nutzfläche von 10.756 Quadratmetern und erweitert den Standort zu einem zentralen Logistik-Hub, der künftig auch verstärkt osteuropäische Märkte bedienen sol
Logistik als strategischer Wachstumstreiber
„Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist es uns wichtig, bewusst zu investieren – in unsere Infrastruktur und in unseren Standort in Niederösterreich“, sagt Michael Hempt, CEO bei Würth Österreich in Böheimkirchen. „Mit dem Logistikzubau schaffen wir die Voraussetzungen, um unseren hohen Serviceanspruch auch in Zukunft zu erfüllen.“
Mit der Erweiterung reagiert das Unternehmen laut eigenen Angaben auf steigende Anforderungen aus Handwerk und Industrie sowie auf wachsende internationale Logistikbedarfe. Der Standort in Böheimkirchen soll dadurch langfristig abgesichert und ausgebaut werden.
Nachhaltige Energieversorgung im Fokus
Bereits vor Baubeginn wurde am Standort ein Geothermie-System installiert. Insgesamt 188 Sonden mit einer Tiefe von rund 150 Metern bilden die Basis für die künftige Energieversorgung. Die Anlage übernimmt laut Unternehmen bereits das Heizen und Kühlen der Gebäude und reduziert die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern.
„Mit der geothermiebasierten Energieversorgung schaffen wir eine nachhaltige Lösung für effizientes Heizen und Kühlen und machen den Standort fit für die Anforderungen von morgen“, sagt Manfred Simmet, Geschäftsführer bei Caverion Österreich in Wien.
Ausbau mit regionaler Bedeutung
Auch aus Sicht der öffentlichen Hand wird das Projekt als wirtschaftliches Signal bewertet. „Diese Investition stärkt nicht nur den Wirtschaftsstandort Niederösterreich, sondern schafft auch langfristige Perspektiven für Beschäftigung und Wertschöpfung“, sagt Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau von Niederösterreich in St. Pölten. Die Erweiterung soll laut Projektangaben bis Mitte 2027 abgeschlossen sein und wird von mehreren Bau- und Technikpartnern umgesetzt.
Der Standort Böheimkirchen fungiert bereits heute als zentrale Logistikdrehscheibe für Österreich. Mit dem aktuellen Ausbau will Würth Österreich seine Rolle im internationalen Warenfluss weiter stärken und zusätzliche Kapazitäten für steigende Sendungsmengen schaffen.