Nach einem Rundgang durch die beiden Viessmann Werke in Berlin, wo Mittel- und Großheizkessel hergestellt werden, ist der Besucher ganz auf die traditionelle Welt des Heizungsbaus eingestellt. Hier gibt es Produkte zum Angreifen und zum Herzeigen für die Endkunden.
Ganz anders bei Viessmann Digital, wo man meint, die Welt der Start-ups zu betreten. Mitten im quirligen Zentrum von Berlin auf einer Etage eines Hauses in der Friedrichstraße sitzen 50 junge Leute und beschäftigen sich mit der Zukunft. Florian Fehr begrüßt seine Gäste aus Österreich herzlich mit Kaffee und Wasser. Er hat einen spannenden Vortrag vorbereitet, bei dem einem – zumindest wenn man aus der klassischen Installationsbranche kommt – zeitweise der Kopf schwirrt. Es sind die unzähligen englischen Begriffe wie „user centric development“ oder „Storytelling“, die sich von der bisherigen Fachsprache abheben.

Digitalisierung unterstützt Installateure

Und doch wird bald klar, dass die digitale Zukunft, die Fehr und sein Team erarbeiten, auch den Installateuren die Arbeit erleichtern und ihnen längere Kundenbindung bringen soll. „Wir wollen raus aus dem Keller und hinein in die Lebensräume der Menschen. Eine Heizung wird nur 1,4 Mal im Leben getauscht, aber Service und Wartung benötigt man öfters“, weiß Florian Fehr. Damit begibt sich Viessmann aber auch erstmals in seiner über 100-jährigen Geschichte in den Endkunden-Bereich. Im Raum Berlin läuft bis Jahresende das virtuelle Projekt „Cary“. In Zukunft könnte Viessmann hier alles rund um das Gebäude anbieten – von der Planung im Vorfeld bis hin zu BIM und Wartung. Dadurch wird auch der Installateur nicht ausgeschlossen. Im Gegenteil: Er wird schon bei der Anbotslegung unterstützt. Im Idealfall kann er die Wartung des Heizkessels vornehmen, wenn keiner Zuhause ist.

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Online Manager gesucht

Auch in Österreich nutzt man die Erkenntnisse der deutschen Kollegen. Viessmann-Österreich-Geschäftsführer Peter Huber ist laufend im Austausch mit Berlin, um sich auf die digitalen Möglichkeiten vorzubereiten. „Wir suchen gerade einen Online Manager, um alles gut umsetzen zu können“, so Huber.