Laut den letzten verfügbaren Zahlen aus der Lehrlingsstatistik der Wirtschaftskammern von 2016 konnte der langjährige Abwärtstrend nicht gestoppt werden. Allerdings heißt das nicht, dass 20 Prozent der Lehrlinge scheitern, denn sie können mehrfach zu den Prüfungen antreten. Außerdem sind in diesen Zahlen auch die Ergebnisse der überbetrieblichen Lehrausbildung enthalten – deren Absolventen fallen überdurchschnittlich oft durch (2016: 29,5 Prozent). Am besten schneiden die Lehrlinge in der Banken- und Versicherungsbranche mit einer Erfolgsquote über 90 Prozent ab.

Als mögliche Maßnahme gegen die schlechten Prüfungsergebnisse schlägt der ÖGB Tirol laut „Tiroler Tageszeitung“ freiwillige Zwischenprüfungen und eine Verlagerung der Lehrabschlussprüfungen in die jeweiligen Fachberufsschulen vor. Positive Ergebnisse der Zwischenprüfungen sollten später bei der Abschlussprüfung angerechnet werden. Die Verlegung der Prüfungen in die Fachberufsschulen würde vermeiden, dass sich Lehrlinge aufgrund der unbekannten Umgebung überfordert fühlen. Auch würden oft Maschinen anders funktionieren als die gewohnten in der Fachberufsschule. [apa]

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