Schulhaus mit Profil
Bei einem Schulhaus in Wien schaffen schlanke Profile und Brandschutzelemente einen betonten Kontrast an den Fassaden und im Innenraum.
Die Olly-Schwarz-Volksschule ist ein hochmodernes Gebäude, das technisch, gestalterisch und im wahrsten Sinne des Wortes herausragt. Es umfasst sechs Geschosse, die Raum für 17 clusterbasierte Klassen und rund 400 Schüler*innen bietet.
Spiel mit den Fugen
Analog zum Fassadenentwurf des Nachbargebäudes spielen am Schulhaus Kontraste und geometrische Formen eine wesentliche Rolle. So wechseln sich in Holz gefasste, leicht auskragende Riegel mit dunklen Fugengeschossen ab. Am Korso noch aus Brandschutzgründen in farblich ähnliche Keramikelemente gerahmt, sind die riegelartigen Geschosse am Schulgebäude mit vorpatiniertem Lärchenholz bekleidet. Die 22 Meter hohe Olly-Schwarz-Schule umfasst fünf Geschosse plus Dachgeschoss und zwei Untergeschosse. Einen Höhenunterschied im Gelände gleichen Treppen sowie unterhalb der auskragenden Gebäudeteile filigrane Stützen in unterschiedlichen Längen aus – auch dies eine gestalterische und funktionale Parallele zu den Schwestergebäuden. Am Schulhaus sind jedoch nicht nur die horizontalen Fugen deutlich betont. So verstärken tiefe vertikale Einschnitte und unterschiedlich weit hervortretende Gebäudeteile den allgegenwärtigen Eindruck von gestapelten Quadern.
Schlanke Profile mit bauphysikalischem Mehrwert
Zur im Norden verlaufenden U-Bahnlinie sind die eingerückten Fugengeschosse als Pfosten-Riegel-Konstruktion ausgeführt. Fassadenprofile forster thermfix vario El90 in der Farbe Anthrazit bilden gemeinsam mit den Fenstern eine homogene Fläche und dadurch die gewünschte Abstufung zum Holz. Mit dieser Konstruktion konnten sowohl Sektionen mit, als auch ohne, brandschutztechnischen Anforderungen, in einer Fläche überbrückt werden. Schlanke Ansichten kennzeichnen die Elemente aus pulverbeschichtetem Stahl, in die transparente ebenso wie opake Füllungen eingesetzt wurden. Die an unterschiedlichen Schnittstellen zum Aussenraum – etwa zu Terrassen oder im Eingangsbereich – eingesetzten Portale forster unico ergänzen die wärmedämmenden und gestalterischen Vorgaben auf passende Weise.
Schlank konturierte Glaselemente
Innen führen dunkle, subtil konturierte Türen und Verglasungen das kontrastreiche Spiel fort. Rund 40 Brandschutzportale forster fuego light in den Ausführungen El30 und El90 sind über das Gebäude verteilt. Zum Treppenhaus reihen sich hohe Verglasungen zu einer inneren Fassade und sorgen für Lichteinfall in die hell gestalteten Räume. Zum Einsatz kamen flächenbündige Elemente forster presto, die sich für Raumabschlüsse ohne besondere Anforderungen an den Wärmeschutz eignen. Laut Architekt Martin Kohlbauer bestimmten Proportion, Feinheit und Zartheit die Wahl der Profile innen wie aussen. (gw) www.forstersystems.com
Eingesetzte Produkte & Verarbeiter
- Brandschutz-Fassade forster thermfix vario El90
- Eingangsportale forster unico
- Brandschutz-Türen forster fuego light El 30 und El 90
- Brandschutz-Türen und Verglasungen forster presto E30
- Metallbau: MBM Metallbau Mörtl, Grafenstein











