Das Messegelände in Wels war gut besucht. Die Aussteller freuten sich über rund 11.000 Besucher*innen. Die Messe präsentierte sich als pulsierende Industrie-Experience.

Saubere Luft in der Metallbearbeitung

Aigner Absaugtechnologie präsentierte Lösungen rund um die Prozesslufttechnik in der Metallbearbeitung. Im Mittelpunkt standen Konzepte zur Erfassung und Abscheidung von Schweißrauch, Kühlschmierstoffnebel, Feinstaub sowie Lösungen zur Hallenluftreinigung und Hallenklimatisierung. Ein Highlight war die erstmalige Vorstellung der neuen Absaug- und Filteranlage basicAIR vac. Das neu entwickelte Anlagenkonzept kombiniert Punkterfassung, Verdrängungslüftung und permanente Raumluftreinigung in einer kompakten Lösung direkt am Arbeitsplatz. Damit reagiert Aigner auf steigende Anforderungen an die Luftqualität in Schweißbetrieben sowie auf verschärfte Grenzwerte für gesundheitsgefährdende Schadstoffe.

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Neben der Neuheit zeigte das Unternehmen auch seine perfectAIR-Hallenluftreinigungssysteme. Diese sorgen für eine kontinuierliche Versorgung von Produktionshallen mit sauberer Luft und können je nach Anforderung mit beheizter oder gekühlter Frischluft betrieben werden. Gerade in modernen Fertigungsbetrieben gewinnt die Luftqualität zunehmend an Bedeutung, da sie nicht nur den Arbeitsschutz unterstützt, sondern auch zur Prozesssicherheit und Produktivität beiträgt.

Das Aigner-Team bei der Premiere der neuen Absaug- und Filteranlage basicAIR vac. © Aigner

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Lösungen für die Absaugung von Kühlschmierstoffnebel. Die kompakten und selbstreinigenden Systeme ermöglichen eine effiziente Erfassung von Emissionen direkt an Werkzeugmaschinen und tragen dazu bei, Maschinen, Hallen und Arbeitsplätze sauber zu halten. Mit seinem Ansatz ALLair-Solutions verfolgt Aigner einen ganzheitlichen Blick auf die Prozesslufttechnik. Kunden erhalten Lösungen für unterschiedliche Anwendungen: von Schweiß- und Laserrauch über Kühlschmierstoffe, Späne und Feinstaub bis hin zu Lackiernebel, Gerüchen und Gasen. Auch die Themen Heizen, Kühlen und Wärmerückgewinnung der Prozessluft werden in den Lösungen mitgeplant.

Aigner zeigte bei der Intertool einmal mehr, dass saubere Luft längst nicht nur ein Thema des Arbeitsschutzes ist. Energieeffizienz, Produktionsqualität und die Anpassungsfähigkeit an zukünftige Anforderungen rücken zunehmend in den Fokus industrieller Lufttechnik. www.aigner-air.com

Manuelles und automatisiertes Biegen

Bystronic setzte auf der Intertool 2026 ein starkes Zeichen in der Blechbearbeitung. Im Mittelpunkt des Messeauftritts stand die Mobile Bending Cell, bestehend aus der ByBend Star 80 und dem Mobile Bending Robot – eine flexible Automatisierungslösung, die den nahtlosen Wechsel zwischen manuellem und automatisiertem Biegen ermöglicht und damit insbesondere bei variantenreichen Produktionen neue Massstäbe setzt. Die Resonanz auf dem Messestand war durchweg positiv. „Wir konnten viele interessante, offene und intensive Gespräche mit Kunden, Lieferanten, Marktbegleitern und vielen mehr führen. Wir freuen uns, dass wir in zwei Jahren wieder dabei sein werden und unsere guten Beziehungen zu den österreichischen Kunden weiter vertiefen können“, sagte Philipp Burgener, Head of Sales Central Europe von Bystronic. www.bystronic.com

Integrierte Komplettbearbeitung mit Dreh-Fräszentrum

Emco zeigte für die integrierten Komplettbearbeitung das Dreh-Fräszentrum Hyperturn 65 Powermill HP. Die Maschine verbindet Drehtechnologie mit hochdynamischer Fräsbearbeitung und ermöglicht dadurch die Bearbeitung komplexer Werkstücke in einer einzigen Aufspannung. Das Maschinenkonzept ist auf maximale Steifigkeit und Präzision ausgelegt. Zwei leistungsstarke Hauptspindeln, eine hochdynamische Frässpindel sowie ein großzügig dimensionierter Arbeitsraum ermöglichen eine wirtschaftliche Bearbeitung komplexer Werkstücke. Durch die Kombination aus Drehen und simultaner Fräsbearbeitung lassen sich mehrere Bearbeitungsschritte zusammenführen, wodurch Rüstzeiten reduziert und Prozesssicherheit erhöht werden. Ein weiterer Vorteil liegt in der hohen Flexibilität der Maschine. Durch ihre modulare Bauweise lässt sich die Hyperturn 65 Powermill HP an unterschiedliche Fertigungsanforderungen anpassen und eignet sich damit sowohl für Einzelteilfertigung als auch für Serienproduktion. „Gerade bei komplexen Bauteilen spielt die Komplettbearbeitung ihre Stärken aus“, erklärt Jörg Weinkogl. „Wenn mehrere Bearbeitungsschritte in einer Aufspannung erfolgen, lassen sich Genauigkeit, Produktivität und Prozessstabilität deutlich steigern.“ Neben den Maschinen selbst rücken bei Emco zunehmend auch Automatisierung und Digitalisierung in den Fokus. Emco bietet Automationslösungen, die sich flexibel an unterschiedliche Maschinenkonzepte anbinden lassen. Ziel ist es, autonome Laufzeiten zu erhöhen, Rüstzeiten zu reduzieren und gleichzeitig stabile Prozesse sicherzustellen. www.emco.at

Integrierte Komplettbearbeitung mit dem Emco Dreh-Fräszentrum Hyperturn 65 Powermill HP. © Emco

Drei Bandsägeautomaten

Meba präsentierte gemeinsam mit Partner IVG Sägen-Service drei Bandsägen: Aus der Baureihe MEBAeco waren die 335 DG sowie das Flaggschiff der Doppelgehrungsautomaten MEBAeco 335 DGA am Start. Darüber hinaus konnte das Fachpublikum anhand des Geradschnittautomaten MEBApro 300 A Hightech auf engstem Raum erleben.

Die Baureihe MEBAeco verfügt über eine patentierte Doppelgehrungstechnik, die sich seit Jahrzehnten im Einsatz bewährt hat. Durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung wurde die Technologie fortlaufend an aktuelle Anforderungen angepasst.

An der Gehrungsbandsäge MEBAeco 335 DG konnten sich Messebesucher ein Bild von Technik, Effizienz und Schnittqualität machen. Der Doppelgehrungsautomat MEBAeco 335 DGA steht für einen hohen Automatisierungsgrad in der Serienfertigung. Möglichkeiten wie Materialzu-/abfuhr, programmierbare Abläufe, Schachteloptionen sowie viele Erweiterungen für Sägeaufgaben bieten hohe Flexibilität und Effizienz. Auch die Digitalisierung wurde stetig weiterentwickelt. Die Steuerung ist netzwerkfähig und unterstützt verschiedene Optionspakete, darunter Teleservice zur Fernwartung, die Konfiguration von Sägeprogrammen in der Arbeitsvorbereitung sowie den Import von Programmdaten aus CAD-Systemen über eine DSTV-Schnittstelle inklusive Datenexport. Damit greift der Doppelgehrungsautomat ein zentrales Thema der Metallverarbeitung auf: die fortschreitende Digitalisierung von Fertigungsprozessen im Sägebereich.

Als weiteres Highlight war der kompakte 90 Grad Automat MEBApro 300 A. Der Geradschnittautomat verbindet kompakte Bauweise mit moderner Sägetechnologie und richtet sich besonders an Betriebe mit begrenztem Platzangebot. Die Baureihe MEBApro steht für produktive Prozesse und eine spürbare Reduzierung der Schnittkosten. Ausgelegt für präzise 90 Grad-Schnitte bis 300 Millimeter im Rund- und 300 × 300 Millimeter im Flachbereich, sorgt die Maschine für eine konstant hohe Schnittqualität und reduziert Nacharbeit in den Folgeprozessen. Die vollständig eingehauste Bauweise mit durchdachten Sicherheitskomponenten sowie gute Zugänglichkeit für Wartung unterstreichen den praxisorientierten Ansatz. Eine 7-Zoll-Steuerung erleichtert die Inbetriebnahme und hält den Schulungsaufwand gering – ein effizienter Einstieg in automatisierte Sägetechnik. www.meba-saw.de

Bearbeitungszentrum mit Automationssystem

Okuma präsentierte das 5-Achs-Bearbeitungszentrum MU-4000V in Kombination mit dem Automationssystem Promro Hybrid ID 50 von Promot Automation. Damit demonstrierte der Hersteller ein praxisnahes Fertigungskonzept für die flexible Komplettbearbeitung komplexer Bauteile insbesondere bei häufig wechselnden Werkstücken und kleinen Losgrößen. Ein zentraler Vorteil liegt in der simultanen 5-Achs-Bearbeitung, bei der mehrere Bearbeitungsschritte in einer Aufspannung erfolgen können. Dadurch lassen sich Rüstzeiten reduzieren und gleichzeitig Genauigkeit sowie Prozesssicherheit erhöhen. Der Arbeitsraum ist für anspruchsvolle Werkstücke ausgelegt. Der Rundtisch mit 400 mm Durchmesser erlaubt Bauteile bis rund 500 mm Durchmesser und etwa 400 mm Höhe. Verfahrwege von 740 mm in X sowie jeweils 460 mm in Y und Z bieten ausreichend Bewegungsraum für komplexe Bearbeitungsstrategien. „Mit der MU-4000V bieten wir ein sehr flexibles 5-Achs-Bearbeitungszentrum, das Präzision, Dynamik und Stabilität in einer kompakten Maschine vereint“, betont Anton Köller. „Gerade bei komplexen Bauteilen profitieren Anwender davon, möglichst viele Bearbeitungsschritte in einer Aufspannung durchführen zu können.“

Okuma präsentierte das 5-Achs-Bearbeitungszentrum MU-4000V in Kombination mit dem Automationssystem Promro Hybrid ID 50 von Promot Automation. © Okuma

Für die notwendige Zerspanungsleistung sorgt eine Hauptspindel mit Drehzahlen von bis zu 15.000 U/min, optional auch in einer Hochgeschwindigkeitsausführung mit bis zu 25.000 U/min. Damit deckt die Maschine ein breites Bearbeitungsspektrum bis hin zur hochpräzisen Feinbearbeitung ab. Ein wesentlicher Faktor für die Bearbeitungsgenauigkeit ist das von Okuma entwickelte Thermo-Friendly Concept. Dieses System kompensiert thermische Einflüsse innerhalb der Maschine und sorgt dafür, dass auch bei Temperaturschwankungen eine stabile Maßhaltigkeit erreicht wird. Gerade in automatisierten Produktionsumgebungen mit langen Laufzeiten trägt diese thermische Stabilität wesentlich zur Prozesssicherheit bei. Ergänzend dazu sorgt das 5-Axis Auto Tuning System für eine automatische Kalibrierung der Drehachsen. Geometrische Abweichungen werden dabei automatisch erkannt und kompensiert, wodurch sich die Genauigkeit der 5-Achs-Bearbeitung dauerhaft auf einem hohen Niveau halten lässt. Zusätzlich verfügt die Anlage über eine integrierte Wendestation, die das Werkstück automatisch drehen kann. Dadurch wird eine vollautomatische 6-Seiten-Bearbeitung möglich, ohne dass ein manuelles Umspannen erforderlich ist. www.okuma.at