Stellplätze vor der Wohnung kurbeln den Autoverkehr an und treiben die Wohnungspreise nach oben. Gemeinden könnten das Instrument besser nutzen. Dafür sollten sie eine bessere Differenzierung vornehmen, denn der vorgegebene Schlüssel – ein Stellplatz pro Wohnung – ist in den Kernbereichen zu hoch, in den peripheren Regionen zu niedrig. Und auch bei den Wohnungs­größen ist eine Differenzierung möglich. Bei kleinen und großen Wohnungen passt der Schlüssel „ein Stellplatz pro Wohnung“ nicht unbedingt. 

Außerdem empfehle ich Gemeinden, Stellplätze individuell nach dem Standort festzuschreiben. Seit 2016 gibt es Güteklassen für den öffentlichen Verkehr und damit eine Normierung, die die Anbindung pro Standort einheitlich berechnet. Diese sollte auch für die Berechnung des Stellplatzschlüssels genutzt werden. Zudem sollten differenzierte Untergrenzen zusammen mit Obergrenzen eine politische Vorgabe sein.

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