Küchenmöbel waren in Österreich im vergangenen Jahr stark nachgefragt: Insgesamt wurden rund 179.000 Küchen verkauft, berichtet der Branchenradar. Das entspricht einem Wachstum von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr oder 5.900 Küchen. Etwa 42.300 Küchen (+9,6 Prozent) wurden in neuerrichteten Wohnungen und Eigenheimen montiert, 136.700 Küchen (+1,6 Prozent gegenüber 2015) gegen bestehende Küchen getauscht.

In beiden Fällen ging der Trend – was die Oberflächen der Möbel betrifft – nach wie vor klar Richtung Lackküchen. Im Vergleich zu 2015 erhöhte sich deren Absatz um elf Prozent. Mittlerweile hat beinahe jede zweite neue Küche eine lackierte Oberfläche.

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Der zweite Trend betrifft das Küchendesign, konkret das Volumen der Schränke: Dieses wird tendenziell immer größer. Lag die durchschnittliche Anzahl der Korpusse pro Küche zu Beginn des Jahrzehnts noch bei 10,1 Stück, werden aktuell nur noch 9,6 Stück pro Küche benötigt. Kücheninseln, Apothekerschränke und Stauraum für den Kochfeldabzug seien die Treiber dieser Entwicklung, so die Marktforscher von Kreutzer Fischer & Partner im Branchenradar.

Auch der Umsatz mit Küchenmöbeln wuchs in den vergangenen Jahren überproportional. Im Jahr 2016 erzielten die Hersteller von Küchenmöbeln, ohne Berücksichtigung der Küchengeräte (Weiße Ware), einen Umsatz von 394 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 5,4 Prozent gegenüber 2015.