Schierke Feuerstein Arena

Das denkmalgeschützte Natureisstadion in Sierke, ein Ortsteil der Stadt Wernigerode am Fuße des Brockens im Harz, wurde nach seinem Umbau nun wiedereröffnet. Bei der europaweiten Ausschreibung für die Reaktivierung des ehemaligen Eisstadions Schierke-Feuerstein konnte sich das Architekturbüro GRAFT durchsetzen, deren Entwurf einer unverwechselbaren Dachkonstruktion hatte die Jury überzeugt. 

22.02.2019
Schierke Feuerbach Arena
© Michael Moser

Natureisstadion Schierke-Feuerstein Arena

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Aufgabenstellung des Wettbewerbs war die Stadionanlage in eine multifunktionale Arena zu verwandeln. Diese soll für sportliche als auch kulturelle Veranstaltungen das ganze Jahr über witterungsunabhängig nutzbar sein. Die bestehenden Natursteinterrassen und ein unter Denkmalschutz stehender Schiedsrichterturm aus Holz sollten dabei erhalten und in das neue Bild eingefügt werden.

Der Entwurf von GRAFT zeichnet sich durch eine Dachkonstruktion aus, die sich mit selbstverständlicher Leichtigkeit und Eleganz an nur zwei Punkten niederlässt. Das Dach schützt vor Regen, Schnee und Sonne, gibt jedoch den Blick auf die Hänge des Harzes und den Himmel frei. In Kooperation mit Schlaich Bergermann Partner wurde die Dachkonstruktion entwickelt. Sie besteht aus einem Druckring in Stahlbaukonstruktion, einem dazwischen gespannten Stahlseilnetz sowie einer Bespannung mit PTFE-beschichteten Glasfaser-Membran. Die Überdachung nimmt eine Fläche von 2.700 Quadratmeter ein. 

Die historische Stadionanlage wurde zur multifunktional nutzbaren Arena mit hoher touristischer Attraktivität. Die baulichen Veränderungen machen die Anlage in den Wintermonaten als überdachte Kunsteisbahn und im Sommer als Fläche für kulturelle Zwecke möglich. An der Ost- und Westseite des Stadions entstanden zwei Neubauten für das gastronomische Angebot und weitere funktionale Flächen. In ihrer Kubatur umgreifen   die Gebäude jeweils einen Fundamentblock der Stadionüberdachung und integrieren diesen optisch in den Bauteil. 

Architektur

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