Stiebel Eltron beteiligt sich an Ochsner Wärmepumpen in Österreich

Wärmepumpe
21.08.2013

Von: Redaktion Gebäudeinstallation

Die Stiebel Eltron GmbH & Co. KG mit Hauptsitz im niedersächsischen Holzminden und die österreichische Ochsner Wärmepumpen GmbH in Linz sind eine weitreichende strategische Partnerschaft eingegangen. Im Rahmen dieser Partnerschaft hat Stiebel Eltron einen Anteil von 35 Prozent an der Ochsner Wärmepumpen GmbH erworben.

v.l.n.r.: Dr. Kai Schiefelbein, Geschäftsführer Stiebel Eltron, Karl Ochsner senior, Geschäftsführer Ochsner, Karl Ochsner junior, Geschäftsführer Ochsner, Karlheinz Reitze, Geschäftsführer Stiebel Eltron

Mit der Transaktion bündeln die beiden traditionsreichen Technologieführer ihre technische Kompetenz und schaffen durch ein größeres Produktportfolio neue Marktzugänge, insbesondere auch auf dem Sektor der Großwärmepumpentechnik. Über den Kaufpreis haben die beiden Unternehmen Stillschweigen vereinbart.

Position festigen
„Mit der Kooperation finden zwei Qualitätsanbieter zusammen. Gemeinsam bieten wir eine noch umfangreichere lösungsorientierte Produktpalette für alle Aufgaben, die aus dem Markt heraus an Technologieführer gestellt werden. Wir stärken dank der gegenseitigen Produktergänzungen unsere beiden Unternehmen und festigen damit unsere jeweilige Position bei Wärmepumpen und im Markt der Erneuerbaren Energien. Wenn wir diese Stärken weiter nutzen, haben wir großes Potential für die Zukunft“, so die Verlautbarung von Geschäftsführer Karl Ochsner jun. und Stiebel Eltron-Geschäftsführer Karlheinz Reitze.

Breites Sortiment
Durch die neue Partnerschaft bieten die beiden Unternehmen zukünftig ein Vollsortiment an Wärmepumpen von 1,5 bis 1.000 kW für Heizung, Kühlung und Warmwasserbereitung in den verschiedensten Systemen an. Es stehen Wärmepumpentypen sowohl für Neubauten als auch für die Heizungssanierung sowie für alle Wärmequellen zur Verfügung. Im Rahmen ihrer Kooperation gründen Stiebel Eltron und Ochsner außerdem ein Joint Venture, über das Groß-Wärmepumpen mit bis zu einem Megawatt Leistung für Objektbauten geplant und vermarktet werden. Beide Unternehmen sind an dem Vorhaben mit jeweils 50 Prozent beteiligt. Keine Auswirkungen haben die Veränderungen auf die jeweiligen Vertriebsorganisationen. Diese arbeiten auch weiterhin getrennt in den einzelnen Ländern.
Mit der Allianz festigen die beiden Unternehmen ihre bestehenden Marktpositionen und forcieren die internationale Expansion - nicht zuletzt auch im zunehmenden Wettbewerb mit aufkommenden Anbietern aus Fernost.

Wärmepumpe als zentrale Haustechnik
Für das Gelingen der Energiewende mit den beschlossenen Zielen der Europäischen Union – beispielsweise, ab dem Jahr 2020 bei Neubauten ausschließlich Nahezu-Null-Energie-Häuser zuzulassen - spielt der häusliche Wärmesektor eine entscheidende Rolle. Dabei steht die Wärmepumpe im Zentrum der Umsetzung. Sie ist schon heute eines der umweltfreundlichsten und effektivsten Heizsysteme. Im Haus der Zukunft, das ausschließlich auf die Energieform Strom setzt, steht die Wärmepumpe im Mittelpunkt eines kompletten Energiesystems aus Erzeugung, Verbrauch, Speicherung und Management. Hier liegt ein Schwerpunkt der Kooperation: Auf der Bündelung der Entwicklungskapazitäten im Bereich der Komplettlösungen für das intelligente Haus mit der Wärmepumpe als zentraler Haustechnik.

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