„Do-it-yourself“-Kredit

Beim 15. Forum KKE des KSV1870 wurde die neue Art des Kreditantrags präsentiert.

23.11.2017
KSV1870
Redaktion Color

Best of digital ist die Antragsstrecke, die bei einem hochkarätigen Expertentreffen, das am 17. November präsentiert wurde. Kapsch Business Com und der KSV1870 ließen Know-how und Synergien in eine Digitalisierungspartnerschaft fließen, die für Banken und ihre Kunden gleichermaßen Vorteile bringt.

Zu Beginn präsentierte Peter Bosek, Vorstand der Erste Group Bank AG in der Key Note seinen Blick auf „Die digitale Bank“ und zeigte anhand einiger Praxisbeispiele, dass die Erste den Wandel schon erfolgreich vollzogen hat. Ihre Online-Banking Plattform George entwickelt sich konsequent weiter, bietet zusätzliche Optionen über Plug-Ins und wächst nicht nur in Österreich, sondern auch im benachbarten Ausland.

Über die Zukunft der Kreditanträge sprachen Jochen Borenich, Vorstand der Kapsch Business Com AG und Ricardo-José Vybiral, Vorstand der KSV1870 Holding AG, in ihrem anschließenden Vortrag. Die Präsentation bildete eine völlig neue Form der Antragsstrecke ab, mit Prüfung in Realtime und ohne Abstriche bei der Sicherheit. Das Ziel des Projektes der beiden österreichischen Traditionsunternehmen Kapsch und KSV1870 war eine Vereinfachung und Beschleunigung der Kreditvergabe bzw. ähnlicher Prozesse, die an Freigabeverfahren gebunden sind. Die digitale Antragstrecke für Finanzierungen wurde von der Expertenrunde am Forum KKE begeistert aufgenommen.

Auch die Antragsteller sollen von den Vorteilen der Innovation profitieren, wie Vybiral, erläuterte: „Wer rasch, unabhängig von der Tageszeit, mobil oder von zuhause sichere Transaktionen abwickeln möchte, dem kommt diese neue Art des Antrags sehr entgegen. Wir haben gemeinsam mit unserem Partner Kapsch eine Plattform geschaffen, die nicht nur für Kredite, sondern auf viele Arten genutzt werden kann und die unterschiedliche Geschäftsmuster mit seiner einheitlichen Architektur modular umsetzen kann, zum Beispiel im Bereich von Leasing, im Elektronikfachhandel, Möbelhandel, etc.“

In Österreich hat etwa die Hälfte der geschäftsfähigen Bevölkerung ein oder mehrere Kreditverhältnisse. Allein die Konsumentenkreditevidenz des KSV1870 verzeichnet jährlich zirka fünf Millionen Abfragen, die auf Eröffnung eines Girokontos, Kreditkartenanträge, Kredite, Leasingverträge, etc. abzielen. Diese Antragsteller finden nun eine durchgängige Lösung vor, die ihnen trotzdem die Möglichkeit offen hält, nahtlos von digital auf analog umzusteigen – und die Vorgaben des Datenschutzes und die Fragen der Business Ethik umfassend berücksichtigt.

„Im Zuge unserer Digitalisierungsstrategie ist dieses Service as a Platform ein wirklich spannendes Projekt, dass wir gemeinsam mit Partnern entwickeln konnten. Mit dem Kapsch Identity and Signature Service können wir dem gesamten Finance Bereich eine End-to-End Serviceleistung anbieten – online über die gesamte Auftragsstrecke. Besonders stolz sind wir natürlich darauf, dass es sich durch und durch um eine rein österreichische Lösung handelt“ erklärte Borenich.

Gerhard Wagner, Prokurist der KSV1870 Information GmbH, informierte abschließend über den Stand der Projekte, die in der KonsumentenKreditEvidenz im Hinblick auf die kommende Datenschutzgrundverordnung, laufen bzw. zu einem großen Teil bereits abgeschlossen werden konnten.

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