Gartenmöbel: Doch kein Corona-Boom

Private haben um vier Prozent mehr als im Vorjahr in Outdoor-Möbel investiert. Trotzdem machen die Hersteller weniger Umsatz.

13.11.2020
Covid-19
© Victorburnside/GettyImages

Die Marktforscher rechnen bei Outdoor-Möbeln erst 2022 wieder mit einer deutlichen Marktbelebung.

Entgegen einer weit verbreiteten Annahme haben Kurzarbeit und Homeoffice den Markt für Gartenmöbel doch nicht angekurbelt. Das berichtet das Marktforschungsinstitut Branchenradar.com in einer aktuellen Marktanalyse. In Österreich sei 2020 bei Outdoor-Möbeln kein positiver Coronaeffekt zu erkennen. Stattdessen würden im heurigen Jahr die Herstellererlöse um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 63 Millionen Euro sinken.

Laut den Marktforschern erhöhen sich zwar im Jahr 2020 die Investitionen privater Haushalte in neue Gartenmöbel um vier Prozent 2019. Im Gegenzug bricht allerdings das Geschäft mit gewerblichen Kunden massiv ein. Im Vergleich zum Vorjahr werden mit Gastronomie und Hotellerie um 18 Prozent weniger umgesetzt. Zudem sei ungewiss, ob die Einkäufe der Konsumenten überhaupt durch die Pandemie befeuert wurden, stiegen doch deren Ausgaben für Gartenmöbel im Jahr 2019 sogar um zehn Prozent gegenüber Vorjahr, so die Marktforscher.

Branchenradar.com berichtet zu dem von „deutlichen Verwerfungen in der Anbieterstruktur“. Noch nie habe man auf Unternehmensebene derart diametral auseinanderlaufende Jahresergebnisse erhoben. Während einige Anbieter zweistellige Wachstumsraten meldeten, gehe es in anderen Unternehmen offenbar im selben Ausmaß nach unten. „Zweifelsohne zieht die Coronakrise eine Neuvermessung des Marktes für Outdoor-Möbel nach sich“, so die Schlussfolgerung der Marktforscher.

Auch für das kommende Jahr erwartet man keine signifikante Marktbelebung. Erst 2022 sei wieder mit einem deutlichen Anstieg der Nachfrage zu rechnen, vor allem aus dem gewerblichen Kundensegment.

 

Tischler

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