Kamin, oder nicht Kamin?

Seit die Novellierung der Wiener Bauordnung angekündigt worden ist, gab es verschiedenste Reaktionen der Interessenvertretungen. Vor allem das Thema „Notfallkamine“ sorgt für einigen Zündstoff.

11.12.2013
Bauen
Redaktion Bauzeitung
© Ahrens

Das Thema „Notfallkamine“ sorgt für einigen Zündstoff.

Um die Baukosten zu senken einigte sich die Wiener Landesregierung auf die Abschaffung des verpflichtenden Baus von Notfallkaminen. Wohnbaustadtrat Michael Ludwig sieht dabei ein Potential zur Einsparung bei den Errichtungskosten von neuen Gebäuden. Interessensvertretungen sehen darin den Versuch „an der Versorgungsicherheit der Bürger zu sparen“. Die Initiative „Pro Kamin“ (IPK) kämpft für den Erhalt des verpflichtenden Einbaus von Notkaminen, zusätzlich wurde von Hans Herbert Schmoll eine Petition ins Leben gerufen.
 
Die IPK wurde vom Verband österreichischer Beton- und Fertigteilwerke ins Leben gerufen und betreibt gezieltes Lobbying für Kamine. Kamine seien notwendig um Versorgungssicherheit – im Falle von großräumigen Netzausfällen – gewährleisten zu können und ressourcenschonend, im Vergleich mit anderen Alternativen.
 
Unter dem Motto „Rettet den Kamin!“ gründete Hans Herbert Schmoll eine Website, auf der er eine Petition zur Rettung der Notkamine startete. Schmoll ist Business Line Director in der Holding Schiedel AG und für den größten Unternehmensbereich, Kaminsysteme aus Keramik und Beton, zuständig. Die Website sei ihm persönlich ein Anliegen, genauso wie über die Vorzüge von Kaminen zu berichten. Die Petition gegen die Abschaffung der verpflichtenden Notkamine stellt klare Forderungen. Heizen sei ein Grundbedürfnis, durch das Weglassen des Sicherheitskamins würde man eine Zweiklassengesellschaft schaffen. Daher soll der Einbau eines Kamins in jeder Wohneinheit verpflichtend bleiben, da individuelles Heizen ein Grundbedürfnis aller Bürger sei. Bis zum 09.12. unterschrieben 812 Menschen die Petition.

Die komplette Petition unter:
www.kamin.or.at

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