Mit der offiziellen Eröffnung seines neuen Holzkompetenzzentrums am 19. Juni 2026 in St. Florian hat J. u. A. Frischeis (JAF) eines der größten Investitionsprojekte seiner Unternehmensgeschichte abgeschlossen. Rund 32 Millionen Euro investierte das Holzhandel-Unternehmen in den neuen Standort, an dem rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sind. Dieser ersetzt die bisherigen Niederlassungen in Linz und Wels und bündelt deren Kompetenzen.

Auf 48.000 Quadratmetern vereint das neue Flaggschiff des aus Stockerau stammenden und mittlerweile weltweit erfolgreichen Familienunternehmens Lagerhaltung, Logistik, Bearbeitung, Schauraum und Büroflächen. Für Tischlereien, Holzbaubetriebe und die verarbeitende Industrie bedeutet das vor allem eine optimierte Warenverfügbarkeit, effizientere Abläufe und einen hohen Servicegrad, der weit über das Metier des Händlers hinausreicht.

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Am 19. Juni wurde die Eröffnung des neuen JAF Standorts St. Florian gemeinsam mit rund tausend Gästen aus Wirtschaft, Politik, Handwerk, Industrie, Presse sowie Kunden- und Partnerunternehmen gefeiert. © Wolfgang Simlinger

Logistik als Erfolgsfaktor

Für einen emotionalen Moment sorgte Niederlassungsleiter Christoph Kapeller. In seiner Ansprache blickte er auf die intensive Projektphase der vergangenen Jahre zurück und würdigte den Einsatz aller Beteiligten. © Wolfgang Simlinger

Herzstück der Anlage ist das vollautomatisierte Zentrallager für Plattenwerkstoffe. Auf drei Ebenen werden rund 20.000 Platten gelagert und automatisiert bewegt.

Mehr als 5.300 Lagerartikel sind direkt vor Ort verfügbar, im gesamten JAF-Netzwerk stehen über 20.000 Produkte bereit, oft an den lokalen Markt angepasst. Ergänzt wird das Sortiment durch mehr als vierzig Massivholzarten und einen umfangreichen Furnierbestand. Dank der günstigen Verkehrsanbindung sollen Lieferzeiten verkürzt und die Flexibilität erhöht werden.

Mehr Service für Verarbeiter

Der neue Standort beeindruckt versteht sich nicht nur als Lager, sondern auch als Dienstleistungszentrum. Im integrierten Bearbeitungszentrum können täglich bis zu 300 Platten verarbeitet werden. Die Kapazität für die Kantenbearbeitung liegt bei rund 5.000 Laufmetern pro Woche.

Für viele Betriebe gewinnt die Vorbearbeitung von Materialien zunehmend an Bedeutung. Sie spart Zeit, reduziert den internen Aufwand und ermöglicht eine effizientere Projektabwicklung. Genau hier setzt das Leistungsangebot des neuen Standorts an.

Holzhandel im Wandel

Die Anforderungen an den Holzhandel verändern sich. Neben einem breiten Sortiment rücken schnelle Verfügbarkeit, digitale Prozesse und logistische Leistungsfähigkeit stärker in den Fokus. „Der JAF-Standort St. Florian trägt dieser Entwicklung Rechnung und bündelt Warenversorgung, Bearbeitung und Service an einem zentralen Knotenpunkt“, so ein Statement im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten.

Nachhaltigkeit mitgedacht

Auch beim Thema Energie setzt der Neubau Akzente. Das Holzkompetenzzentrum wurde als Plus-Energie-Gebäude konzipiert. Eine Photovoltaikanlage mit 650 kWp Leistung, Batteriespeicher, Wärmepumpentechnik und intelligentes Energiemanagement sollen einen ressourcenschonenden Betrieb ermöglichen. „Damit steht der Standort als moderne Benchmark in der Verbindung von wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, moderner Logistik und nachhaltiger Infrastruktur; Faktoren, die für die Zukunft des Holzhandels zunehmend an Bedeutung gewinnen.“ www.frischeis.at ■