Seit Jahresbeginn ist Lachhersteller Adler Partner des Naturparks Karwendel, des größten Schutzgebiets Tirols. Zu den verschiedenen Projekten des Naturparks, die das Tiroler Unternehmen unterstützt, zählt das „KlimaModul Alm“: ein Weiterbildungsangebot, das die Auswirkungen des Klimawandels auf die Almregionen greifbar macht und für die Bedeutung einer nachhaltigen Almwirtschaft sensibilisiert.

Erfolgreicher Auftakt

Die erste Veranstaltung im „KlimaModul Alm“ fand im Juni in der Achenseeregion statt. Bei der dreitägigen Fortbildung „Almwirtschaft und Klimawandel“, geleitet von der Geografin und Klimapädagogin Marina Hausberger sowie dem Biologen und Naturvermittler Hermann Sonntag, setzten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Theorie und Praxis mit den Folgen des Klimawandels für die alpine Kulturlandschaft auseinander. Durch die Kombination aus Exkursionen, forschendem Lernen und praktischer Almpflege konnten sie die Vielschichtigkeit der Almwirtschaft unmittelbar erleben. Fachvorträge von Experten aus den Bereichen Almwirtschaft, Geologie und Naturschutz sowie gemeinsame Diskussionen rundeten das Programm ab.

Almwirtschaft im Klimawandel

Besonderes Augenmerk lag auf dem Zusammenspiel von traditioneller Landnutzung, ökologischer Vielfalt und den Herausforderungen des Klimawandels, dessen Folgen bereits deutlich sichtbar sind. Steigende Temperaturen, veränderte Niederschlagsmuster und eine Häufung von Extremwetterereignissen setzen der Almwirtschaft zunehmend zu. Die Wasserversorgung vieler Almen wird unsicherer, Trockenperioden beeinträchtigen das Wachstum der Weiden, mildere Temperaturen begünstigen die Ausbreitung von Schädlingen. Gleichzeitig verschieben sich die Höhenstufen der Vegetation: Sträucher und junge Bäume breiten sich stärker aus, wodurch die Almflächen langfristig verloren gehen können. Hinzu kommen Naturgefahren wie Muren, Hangrutschungen oder Lawinen, deren Risiken zunehmen.

Wertvolle Bildungsarbeit

„Die Almen prägen das Landschaftsbild des Karwendels seit Jahrhunderten, sind wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und tragen wesentlich zum Erhalt der Biodiversität bei“, betont Anton Heufelder, Geschäftsführer des Naturparks Karwendel. Umso wichtiger sei es deshalb, auf die Bedeutung einer nachhaltigen Almwirtschaft aufmerksam zu machen. Aus diesem Grund soll das mit unserer Unterstützung entwickelte Fortbildungsangebot auch weiter ausgebaut werden. Claudia Berghofer, Leiterin der Adler, Unternehmenskommunikation, ergänzt: „Eine der wichtigsten Aufgaben im Umwelt- und Klimaschutz ist es, Wissen zu vermitteln und Bewusstsein zu schaffen: für die Auswirkungen des Klimawandels auf unseren Lebensraum ebenso wie für Wege in eine nachhaltigere Zukunft. Deshalb sind wir aus voller Überzeugung Partner des Naturparks Karwendel und freuen uns, seine wertvolle Arbeit in der Umwelt- und Klimabildung zu unterstützen.“ (gh)