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Die drei Gründer Matthias Lienbacher, Stefan Rehrl und Mario Siller feiern 2026 mit ihrer Marke Dreikant das zehnjährige Firmenjubiläum. Kennengelernt haben sich die drei bereits in der Hauptschule. Obwohl jeder einen anderen beruflichen Weg einschlug, riss die Freundschaft nie ab. Rund um das Jahr 2013 entstand erstmals die Idee einer gemeinsamen Firma. Über mehrere Jahre wurden verschiedene Konzepte durchgedacht, ausprobiert und weiterentwickelt. Eine Vision blieb jedoch immer gleich: echtes Holz, Stahl und modernes Design miteinander zu verbinden.

Die ersten Möbelstücke entstanden in der kleinen Privatwerkstatt von Stefans Vater. Die erste Firmenadresse war schließlich die Garage bei Matthias zu Hause. Trotz Firmengründung behielten alle drei Gründer zunächst ihre regulären Jobs und arbeiteten parallel an ihrer Idee weiter: „Wir haben schnell gemerkt, dass darin viel mehr Potenzial steckt als nur ein Nebenprojekt“, erzählen sie rückblickend.

Der Name ist Programm

Schon im ersten Jahr präsentierte sich Dreikant auf mehr als 15 Messen und Ausstellungen. Kunden kamen von Beginn an direkt auf die junge Marke zu. Der Name „Dreikant“ blieb über die Jahre unverändert, bekam jedoch immer wieder neue Bedeutungen. Anfangs stand er für drei Freunde mit Ecken und Kanten, später auch für die Verbindung aus Holz, Metall und Design.

Eine echte Marke schaffen

Heute beschäftigt Dreikant insgesamt 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Produziert wird in zwei eigenen Werkstätten – einer Tischlerei in Krispl und einer Schlosserei in Golling. Zusätzlich betreibt das Unternehmen mehrere Schauräume, darunter in Hallein, Wien und Palma de Mallorca. Auch in London steht mittlerweile ein Tisch in einer Galerie und es wird mittlerweile gemeinsam mit Interior Designern und Architekten an neuen Projekten gearbeitet.

Jedes Stück ein Unikat

Dabei war das Ziel von Anfang an nie, eine klassische Tischlerei oder Schlosserei aufzubauen. „Wir wollten nie einfach Möbel produzieren. Unser Ziel war immer, eine echte Möbelmarke zu schaffen.“ Genau das unterscheidet Dreikant heute von vielen klassischen Betrieben. Jeder Tisch entsteht individuell gemeinsam mit dem Kunden. Vom ersten Gespräch bis zur finalen Auslieferung begleitet das Team den gesamten Entstehungsprozess. Kein Tisch gleicht dem anderen – jedes Stück bleibt ein Unikat.

Immer ein Unikat: Jeder Tisch entsteht individuell gemeinsam mit dem Kunden.
Immer ein Unikat: Jeder Tisch entsteht individuell gemeinsam mit dem Kunden. © Christoph Kobald

Mittlerweile wurden über 1.500 Tische gefertigt und in zahlreiche Länder geliefert – von Österreich und Deutschland bis nach Spanien, Portugal, Frankreich, Schottland oder auf die Cayman Islands.

Neue Dimensionen

Immer wieder sorgte Dreikant auch mit außergewöhnlichen Projekten für Aufsehen. So begleitete das Unternehmen 2019 gemeinsam mit einem Partner die Verarbeitung eines der größten jemals gesägten Bäume Österreichs. Der Stamm maß bis zu 2,5 Meter Durchmesser, war beinahe sieben Meter lang und brachte rund 28 Tonnen auf die Waage.

Weitere Rekorde folgten

Ein zwölf Meter langer Tisch aus einem Stück Holz, eine drei Meter breite Platte aus einem einzigen Stamm oder spektakuläre Auslieferungen per Hubschrauber auf den Dachstein. Selbst riesige Tische, die scheinbar unmöglich durch Fenster oder Türen passten, fanden letztendlich immer ihren Bestimmungsort.

Dreikant knackt mit seinen Tischen regelmäßig Längenrekorde.
Dreikant knackt mit seinen Tischen regelmäßig Längenrekorde. © Epicsfilm

Besonders emotional bleiben für das Team jedoch die Reaktionen der Kunden: „Viele Kunden verlieben sich bereits im Schauraum in eine bestimmte Holzplatte. Manche sind beim Auspacken ihres Tisches sogar zu Tränen gerührt. Oft hören wir, dass der Tisch zum neuen Mittelpunkt des Familienlebens geworden ist.“

Spektakuläre Auslieferung per Hubschrauber auf den Dachstein
Spektakuläre Auslieferung per Hubschrauber auf den Dachstein © Christoph Kobald

Emotionale Erinnerungen

Ein ganz besonderes Erinnerungsstück steht bis heute bei Stefans Eltern zu Hause: der allererste Prototyp-Couchtisch, gebaut noch vor der offiziellen Firmengründung. Auch Tische aus dem ersten selbst gesägten Stamm – einer außergewöhnlich verwachsenen Kirsche aus der Steiermark – gehören für die Gründer zu den emotionalsten Projekten ihrer Geschichte.

Regional bleibt Trumpf

Trotz des starken Wachstums setzt Dreikant weiterhin konsequent auf regionale Materialien und nachhaltige Produktion. Verarbeitet werden ausschließlich europäische Hölzer – überwiegend aus Österreich, Deutschland und der Schweiz – kombiniert mit Stahl und hochwertigen Materialien aus europäischer Fertigung: „Nachhaltigkeit und Qualität sind für uns keine Trends, sondern Grundvoraussetzung.“

Neben den hochwertigen Massivholztischen entwickelte sich Dreikant in den vergangenen Jahren zunehmend zu einer umfassenden Design- und Lifestylemarke. Gemeinsam mit Partnern aus Italien, Deutschland und den Niederlanden entstanden im Bereich Stühle, Bänke, Sofas und Outdoor-Möbel unverwechselbare Designs, die mittlerweile großen Anklang am Markt finden.

Ein großes Fest

Auch die Vision für die kommenden Jahre ist klar definiert: gesundes Wachstum, weitere Internationalisierung und eine noch stärkere Zusammenarbeit mit Architekten und Interior Designern weltweit.

Das zehnjährige Jubiläum wird am 20. Juni 2026 groß gefeiert. Erwartet werden zwischen 300 und 400 Gäste. Neben dem großen Fest im Schauraum in Hallein wird auch die Werkstatt in Krispl Teil der Feierlichkeiten sein. Besucher erhalten exklusive Einblicke in die Produktion, erleben Führungen durch die Werkstätten und können zahlreiche neue Modelle erstmals live sehen.

Ein besonderes Highlight der Ausstellung wird der aktuell größte Tisch im Schauraum sein: ein 6,70 Meter langer, höhenverstellbarer Massivholztisch, der eindrucksvoll zeigt, welche Dimensionen modernes Handwerk heute erreichen kann.

Was einst als Idee dreier Freunde begann, ist heute weit mehr als nur eine Möbelmarke geworden. Dreikant steht mittlerweile für echtes Handwerk, außergewöhnliches Design und einen Ort, an dem Menschen zusammenkommen. (gh)