Digitale Messe

Interzum erstmals "@home"

Um der Branche trotz derzeitiger Einschränkungen eine Plattform für Neuheiten und Networking zu bieten, hat sich die Kölnmesse entschieden, die sogenannte Interzum@Home vom 4. bis 7. Mai 2021 rein digital zu veranstalten.

23.03.2021
Top-Artikel Tischler
Katharina Kutsche

Zahlreiche Messen haben bereits Ihre Termine in den Herbst verschoben und hoffen so wie auch Austeller und Besucher, dass dieses Jahr noch ein Hauch von Normalität einkehrt. Eine Alternative zur klassischen Messe bietet die Kölnmesse erstmals mit der digitalen Interzum@Home vom 4. bis 7. Mai 2021. „Unsere Aussteller brauchen jetzt Planungssicherheit. Aufgrund der weiterhin dynamischen Entwicklung der Pandemie haben wir uns, in enger Abstimmung mit der Branche, dazu entschieden, die Interzum rein digital durchzuführen. Wir hatten die Messe konzeptionell bewusst so angelegt, dass wir jederzeit von hybrid auf digital wechseln können“, kommentiert Oliver Frese, Chief Operating Officer der Koelnmesse, die aktuelle Entscheidung. 

© Koelnmesse GmbH, Thomas Klerx

Aussteller und Besucher tauschen 2021 die Messehalle Köln mit dem Bildschirm zu Hause.

Digitale Messen als Chance und Ergänzung

Fragt man die Branche, sind die Meinungen sehr unterschiedlich. Manche setzen ihre Hoffnungen auf den Herbst und damit auf physische Anwesenheit, persönliche Kontakte und Service vor Ort, auch aus Ressourcengründen. Andere stehen dem Online-Format sehr offen gegenüber und nutzen die digitalen Alternativen ganz bewusst. „Mit der Interzum@Home bietet uns die Koelnmesse in diesen so außergewöhnlichen Zeiten eine optimale Brücke hin zur Interzum 2023. Das begrüßen wir von Seiten der Industrie sehr. Die digitale Plattform ermöglicht uns, unsere Produkte und Innovationen einem breiten Publikum vorzustellen und so eine maximale Reichweite zu erzielen, auch wenn es eine Präsenzmesse sicherlich nicht ersetzen kann.“, so Dr. Andreas Hettich, Vorsitzender des Fachbeirates der Interzum. Vauth-Sagel-Geschäftsführer Claus Sagel sieht die Messe als eine sehr gute Alternative in Pandemiezeiten: „In der gegenwärtigen herausfordernden Situation haben wir mehrere Faktoren bedacht. Zum einen wollen wir natürlich in den Dialog mit unseren Kunden treten, wofür die Interzum immer ein zentraler Termin war. Doch Sicherheit und Gesundheit von Mitarbeitern, Kunden und Partnern stehen momentan an erster Stelle. Beides kann man mit einer Online-Präsenz gut vereinen. Außerdem ist es uns ein wichtiges Anliegen, die Messeveranstalter zu unterstützen, damit wir uns 2023 auf der physischen Interzum wiedersehen können.“ Unterstützung bekommt die Interzum auch von André Dorner, Geschäftsführer von Blum Deutschland: „Aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen haben wir uns für diesen Weg entschieden. Wir sind froh, dass die Kölnmesse digitale Möglichkeiten bietet. So schützen wir die Gesundheit unserer Kunden und unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und reagieren auf die eingeschränkten Reisemöglichkeiten.“
Als internationale Leitmesse der Zulieferindustrie und als Thinktank der Einrichtungsbranche will die Interzum@Home den Unternehmen trotzdem oder gerade deshalb die notwendige Infrastruktur und den Eventcharakter bieten, um aktuelle Trendentwicklungen zu beobachten und grundsätzliche Strukturveränderungen der Branche und der Gesellschaft zu definieren. 

Mehr Reichweite mit digitalen Messen

Ziel der digitalen Plattform der Interzum ist eine Maximierung der Gesamtreichweite in der aktuellen Situation: Erschließung neuer internationaler Kontakte sei für die Veranstalter dabei genauso wichtig wie das Aufrechthalten von Kontakten zu bestehenden Kunden. „Die digitale Reichweite wird künftig für all unsere Messen als neues zusätzliches Erfolgskriterium herangezogen werden“, so Maik Fischer, Director der Interzum. „Die Interzum@Home lebt sehr stark vom und für das Networking: Die Aussteller und Besucher haben z.B. die Möglichkeit, unter allen Teilnehmern genau die richtige Person für ihr persönliches Business zu finden. Über den visuellen Discovery Graph können relevante Kontakte und Unternehmen ganz einfach, unterhaltsam und interaktiv ausfindig gemacht werden – entweder über die Netzwerke, persönliche Kontakte oder über ein Matching mit den angegebenen Interessen“, so der Director weiter. Neben dem Networking stehen auch die Produkte und Insights im Fokus der der digitalen Messe. Vielfältige Möglichkeiten zur Präsentation von Produkten und Lösungen sowie Wissen und Trends bieten unter anderem der digitale Aussteller-Showroom, Auftritte auf der Product Stage, sowie Round Tables und Virtual Cafés. Damit erreicht die Interzum auch in Zeiten der Corona-Pandemie ein weltweites Publikum und damit die Entscheider und Meinungsmacher auf allen Kontinenten der Erde.
Tipps, wie Sie sich auf der Interzum@Home zurecht finden, finden Interessierte auch auf: www.interzum.de

 

Tischler

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