Recycling

Austrotherm startet Kreislaufprojekt

Dämmstoffhersteller Austrotherm startet mit einem österreichweiten klimaneutralen Abholservice für saubere Austrotherm XPS-Baustellenverschnitte.

30.03.2021
Dämmstoff
30.03.2021

 „Seit Jahrzehnten verfolgen wir von Austrotherm das Ziel, unser Leben und unser Klima durch die Herstellung hocheffizienter Dämmstoffe zu verbessern. Sie sparen Energie und verringern somit CO2-Emissionen - und das ein Häuser-Leben lang. Mit dem österreichweiten XPS-Recycling-Service starten wir als erstes Unternehmen klimaneutral in eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft“, so Robert Novak, Vertriebs-Geschäftsführer der Austrotherm Österreich.

Österreichweite Abholung der XPS-Baustellenverschnitte

Austrotherm bietet ab sofort österreichweit die kostenlose Abholung und Rücknahme von  unternehmenseigenen XPS-Baustellenverschnitten an. Dadurch sparen sich Kunden einfach Entsorgungskosten und tragen ihren Teil zum Umwelt- und Klimaschutz bei. Konkret recycelt der Dämmstoffhersteller saubere Austrotherm XPS-Baustellenverschnitte aus aktueller Produktion, die beim Zuschneiden und Einpassen der Platten auf der Baustelle anfallen. Sauber bedeutet ohne Fremdmaterialien wie Kleber, Erde oder sonstige Verunreinigungen. Nicht übernommen wird XPS-Material, das von Abbruchbaustellen stammt.

Austrotherm Recycling-Säcke werden ins Werk nach Purbach gebracht. von links: die Austrotherm Österreich Geschäftsführer Heimo Pascher und Robert Novak.
© Austrotherm

So funktioniert das kostenlose XPS-Recycling-Service

Die Abholung von Austrotherm XPS-Baustellenverschnitten erfolgt in Austrotherm Recycling-Säcken, die online unter austrotherm.at/recycling bestellt werden können, oder in eigenen transparenten Säcken. Die Mindestabholmenge beträgt 10 Säcke oder 5 m³. Es können aber auch während der Öffnungszeiten die vollen Recycling-Säcke in das Austrotherm Werk nach Purbach gebracht werden.

Recycling statt thermischer Verwertung halbiert CO2-Ausstoß

Nach dem Pilotversuch im Burgenland im Vorjahr entschied Austrotherm, diesen Recycling-Service gemeinsam mit Logistikpartnern für die heimische Baubranche österreichweit auszurollen. „Unsere XPS-Platten eignen sich hervorragend für Recycling und können dem Produktionsprozess wieder zugeführt werden – dadurch können wir CO2-Emissionen und den Ressourcenverbrauch reduzieren. Wir leisten damit einen wichtigen Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft,“ so Heimo Pascher, technischer Geschäftsführer der Austrotherm Österreich.

Die hochwertigen XPS-Baustellenverschnitte werden nicht wie bisher der thermischen Verwertung zugeführt, sondern wie produktionsbedingte Verschnitte im Werk Purbach in einem Brecher zerkleinert, gemahlen und aufbereitet. Das Granulat wird somit wieder zu hochqualitativem, klimaschonenden XPS-Dämmstoff verarbeitet. Dadurch wird nicht nur neuer Rohstoff eingespart, sondern es werden auch CO2-Emissionen vermieden, die bei der thermischen Verwertung entstehen würden.

„Wir haben den Einsparungseffekt genau analysiert. Durch das Recycling reduzieren wir den CO2-Ausstoß in der Entsorgung von Baustellenverschnitten um mindestens 50 Prozent. Durch jede Tonne XPS, die wir rückführen, können 1,8 Tonnen CO2 eingespart werden – diese Menge binden in etwa  148 Buchen pro Jahr,“ so Pascher.

Bei der Brecheranlage im Werk Purbach werden Austrotherm XPS-Verschnitte zerkleinert. Im Bild: die Austrotherm Österreich Geschäftsführer Robert Novak und Heimo Pascher.
© Austrotherm

Austrotherm Recycling Service als „klimaneutrale Dienstleistung“

In Zusammenarbeit mit dem Klimaschutzexperten ClimatePartner hat Austrotherm eine umfassende CO2-Bilanz erstellt. Dabei werden die CO2-Emissionen der Logistik, der Wiederaufbereitung und der thermischen Verwertung der verschmutzen Abfälle berücksichtigt und mit der herkömmlichen thermischen Verwertung der Baustellenverschnitte verglichen. Die CO2-Emissionen werden durch Recycling reduziert. Die verbleibenden nicht vermeidbaren Emissionen wie beispielsweise für den Transport werden durch Klimaschutzprojekte kompensiert. „Der Austrotherm Abholservice ist somit klimaneutral“, freut sich Heimo Pascher über die Kooperation mit ClimatePartner.

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