Stahlbaupreis

And the winner is ...

Was die Sieger des Stahlbaupreises 2021 gemeinsam haben? Form und Funktion sind einander ebenbürtig.

17.05.2021
ÖSTV
20.05.2021

Der Österreichische Stahlbaupreis wird im Zweijahresrhythmus vom Österreichischen Stahlbauverband vergeben, 2021 zum achten Mal. Mitmachen können Stahlbauunternehmen, Architektur-, Ingenieur- und Planungsbüros mit Sitz in Österreich. Bauten im Ausland werden dann berücksichtigt, wenn österreichische Unternehmen maßgeblich an Planung und/oder Fertigung beteiligt waren. Insgesamt 26 Projekte wurden heuer eingereicht und von einer Fachjury bewertet.

Die Gewinner

Sieger in der Kategorie Hochbau ist das Wiener Unternehmen Waagner Biro steel & glass GmbH mit dem Projekt „Heartspace, University of Sheffield“. In der Kategorie Infrastruktur gewinnt das Linzer Unternehmen MCE GmbH mit dem Projekt „Stadtbahnbrücke Stuttgart“. Der Anerkennungspreis Infrastruktur geht an das Projekt „Helix-Liechtensteinklamm“ von aste-weissteiner zt gmbh/Architekt Hubert Schlögl/HTB Baugesellschaft m.b.H/SFL Engineering GmbH.

Siegerprojekt Kategorie Hochbau

Das Siegerprojekt in der Kategorie Hochbau, „Heartspace, University of Sheffield“ von Waagner Biro steel & glass, überzeugte die Jury durch hochkomplexe technischen Lösungen. Das wellenförmige Atriumdach verbindet zwei historische Universitätsgebäude, in denen Gemeinschaftsräume und Büros untergebracht sind, und bildet das neue markante Merkmal der Skyline von Sheffield in Großbritannien. „Das Projekt ist ein ausgezeichnetes Beispiel für Bauen im historischen Bestand mit Stahl und Glas als konträre Materialien zu Ziegel und Stein. Durch die leichte und großzügige Stahlkonstruktion entstand ein neues Raumgefüge, das aufgrund seiner Transparenz und Leichtigkeit zugleich als Innen- wie Außenraum wahrgenommen wird“, so die Jurybegründung.

Das wellenförmige Atriumdach verbindet zwei historische Universitätsgebäude.
© Waagner Biro steel & glass GmbH

Kategorie Infrastruktur

Das Projekt „Stadtbahnbrücke Stuttgart“ der MCE GmbH, Sieger in der Kategorie Infrastruktur punktete laut Jury „mit der gelungenen Einbindung in die Landschaft, das hohe Ingenieur-Know-how und der Bewältigung der aufwendigen Montagekomplexität.“ Die Stadtbahnbrücke gliedert sich in das zentrale Bogenfeld mit 80 Meter Bogenspannweite und zwei Seitenfelder mit je rund 24 Meter Spannweite. Die Hauptspannweite wird durch einen Netzwerkbogen überspannt, der über sprengwerkartige schräge Stützen und beidseitig angeordnete Seitenfelder integral gelagert ist. „Netzbogenbrücken werden selten ausgeführt, aber sie sind ideal für den Einsatz des Baustoffs Stahl und dieses Projekt ist ein hervorragendes Beispiel für diese Konstruktionsart“, so die Jury abschließend.

Das Projekt „Stadtbahnbrücke Stuttgart“ der MCE GmbH ist Stahlbau-Preis-Sieger in der Kategorie Infrastruktur.

© schlaich bergemann partner/Rendering: GmasP Engineering & Architecture

Anerkennungspreis

Einen Anerkennungspreis im Bereich Infrastruktur vergab die Jury an aste-weissteiner zt gmbh/Architekt Hubert Schlögl/HTB Baugesellschaft m.b.H/SFL Engineering GmbH für das Projekt „Helix-Liechtensteinklamm“. Nach einem Felssturz in der Liechtensteinklamm in Salzburg wurden im Zuge der Generalsanierung mehrere Sonderbauten errichtet. Die Treppenanlage „Helix“ bildet dabei das neue Highlight. "Der spiralförmige Fußgängerabstieg in eine Klamm zur Erschließung eines Naturdenkmals ist sehr gelungen und überzeugt durch den hervorragenden Einsatz des Baustoffs Stahl. Durch die Situierung der Spirale abseits der Felswände wird ein einmaliges Erlebnis für die Besucher gesichert. „Die Fertigung und Montage erforderte hohe Qualität der planenden Büros und der ausführenden Firmen“, so die Jurybegründung.

Die Treppenanlage „Helix“, ein spiralförmiger Fußgängerabstieg in eine Klamm zur Erschließung des Naturdenkmals ist das neue Touristen-Highlight.

© Stadtgemeinde St. Johann im Pongau, Arch. Hubert Schlögl
Bau Metall

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