Insolvenzen

Pleitegeier auf Höhenflug

Insolvenzstatistik
08.05.2024

Im ersten Quartal 2024 stieg Zahl Insolvenzen in der Bauwirtschaft auf 330. Das waren 35,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt stieg die Zahl der Pleiten in Österreich um 30,9 Prozent auf einen Rekordwert von 1.718.

Es ist ein trauriger Rekord – der höchste Wert seit dem Beginn der heimischen Insolvenzstatistik: Im ersten Quartal stieg die Zahl der Pleiten in Österreich laut Statistik Austria auf 1.718. Das war gegenüber dem Vorjahresquartal ein Anstieg um 30,9 Prozent und rund ein Fünftel mehr als im vierten Quartal 2023. „Besonders betroffen war der Dienstleistungsbereich, gefolgt von der Baubranche und dem Handel“, so Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

Am Bau stieg die Zahl der Pleiten gegenüber dem Vorjahr um 35,2 Prozent auf 330. Damit war lag die Bauwirtschaft an zweiter Stelle hinter den Dienstleistungen mit 397 Insolvenzen. Beim prozentuellen Anstieg belegte die Bauwirtschaft ebenfalls dem unerfreulichen zweiten Platz – und zwar hinter der Informatik und Kommunikation, die einen Wert von 44,2 Prozent aufwies.

Der steigenden Zahl der Pleiten stand im ersten Quartal 2024 ein Rückgang der Neugründungen gegenüber. Sie liegt aber nach wie vor deutlich über der Summe der Insolvenzen: In der Bauwirtschaft sank die Zahl der Registrierungen um 16,1 Prozent auf 977. Insgesamt, über alle Branchen hinweg, ging sie um 7,6 Prozent auf 16.053 zurück.

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