Materialengpässe

Der Zement wird knapp

Die aktuelle hohe Nachfrage bringt auch Zementgrößen wie Lafarge an ihre Kapazitätsgrenzen.

13.04.2021
Zementindustrie
13.04.2021

Hohe Auslastung und damit einhergehende Rohstoffknappheit beschäftigen aktuell die Baubranche. Nach Stahl, Holz, Dämmstoffen sowie Bauchemie-Produkten zeichnen sich mittlerweile aber auch bei regional produzierten Baustoffen Engpässe ab.

Berthold Kren, CEO der Lafarge Zementwerke, über die aktuelle Situation: "Während das Bau-Barometer zu Beginn des Jahres noch ein verhalten positives Bild von der Auftragslage zeigte, erleben wir derzeit in unseren beiden Werken in Österreich eine Nachfrage, die an Rekordwerte wie vor circa fünfzehn Jahren erinnern." 

Viele Bauprojekte, speziell Wohn- und Objektbau in den Kernliefergebieten der Lafarge Zementwerke im Osten Österreichs und der Steiermark füllen die Auftragsbücher der Bauunternehmen. Berthold Kren: "Wir sind noch lieferfähig, aber wenn sich der momentane Usus fortsetzt, unkoordiniert Mengen abzurufen, dann wird es zu Engpässen kommen."

Um Ausfällen vorzubeugen, legt Kren den Kunden für die nächsten Wochen und Monate eine gute Planung und Rohstoffsicherung nahe. "Wir reagieren mit unserem konzerneigenen Netzwerk, um unsere Kunden mit Zement zu versorgen, wenn rechtzeitig Bedarf angemeldet und der Rohstoff gesichert wird. Wir sind ein verlässlicher Partner, aber wir können nur dann die an uns gestellten Erwartungen erfüllen, wenn auch unsere Kunden entsprechend agieren."

Net-Zero-Versprechen

Hoher Nachfrage vermeldet Lafarge beim Klimazement. Der vorerst am steirischen Markt verfügbare CO2-reduzierte Zement ist der Vorbote des angekündigten Eco-Portfolios. Berthold Kren dazu: „LafargeHolcim hat als erstes globales Baustoffunternehmen die Initiative Business Ambition for 1,5° C unterzeichnet und sich damit zur Umsetzung der wissenschaftsbasierten Zielformulierung der Science-Based-Targets Initiative verpflichtet. Das bedeutet, mit diesem Net-Zero-Versprechen stellen wir die Weichen, um unseren Kunden auch künftig nachhaltige und innovative Baumaterialien zur Verfügung stellen zu können.“

Der Zementproduzent hat sich zum Ziel gesetzt, entlang der gesamten Zement – und Beton-Wertschöpfungskette Wege zu identifizieren, um bis zum Jahr 2040 CO2-neutral zu produzieren. Einen wesentlichen Teil dazu beitragen soll das von Lafarge initiierte Projekt Carbon2ProductAustria, kurz C2PAT, welches beim europäischen Innovation Fund mittlerweile in die zweite – und somit entscheidende – Runde gekommen ist. 

Berthold Kren, CEO der Lafarge Zementwerke, über den aktuellen Bauboom und die Auswirkungen.

© Lafarge Zementwerke
Bau

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