Sicherheitsglaserzeugung

Vetrotech: Neuer Produktionsstandort in Betrieb

Der Umzug ist abgeschlossen: Seit Ende 2020 produziert Vetrotech Brandschutz- und Hochsicherheitsgläser mit modernsten Maschinen und hohem Automatisierungsgrad im neuen Werk im nordrhein-westfälischen Würselen. Ein Blick hinter die Kulissen.

18.03.2021
Sicherheitsglas
Redaktion Glas
18.03.2021
© Vetrotech Saint-Gobain/Olaf Rohl
Die Brandschutzglasfertigung erfolgt im neuen Werk von Vetrotech mit hohem Automatisierungsgrad.

Es ist vollbracht: Seit Ende 2020 ist das neue Vetrotech-Werk in Betrieb. Im Vergleich zur historischen Produktionsstätte Vetrotech Kinon in Aachen bietet der neue Standort 25 Prozent mehr Produktionsfläche und kann so alle Fertigungsprozesse unter einem Dach vereinen – mit höherer Produktionsqualität, Planungssicherheit und Sicherheit am Arbeitsplatz.

„Der neue Standort ermöglicht gleichbleibend stabile Lieferzeiten durch eine sehr gute Ausrichtung auf die Abfolge der einzelnen Produktionsprozesse inklusive der angepassten IT-Landschaft. Damit einher geht auch eine positive Verbesserung der Produktqualität durch die Automatisierung und weniger händischem Arbeiten am Glas“, beschreibt Guido Plum, Operational Director of Vetrotech, die Vorteile des neuen Standortes.

Guido Plum, Operational Director von Vetrotech
© Vetrotech Saint-Gobain/Olaf Rohl

„Die neue Gebäudestruktur hat es uns endlich ermöglicht, die komplette Fertigung in einer Halle unterzubringen,“ ergänzt Christoph Mertens, Werksleiter Vetrotech Saint-Gobain Würselen. „Dadurch hatten wir überhaupt erst die Möglichkeit, bestimmte Prozesse zu automatisieren. Diese Automatisierung ist mit Sicherheit die große Neuerung in Würselen, denn wir arbeiten mit einem zweistufigen Automatisierungssystem: einem automatischen Sortiersystem vor und einem hinter dem Vorspannofen. Diese Zweistufigkeit war die große Herausforderung an den Maschinenbau und vor allem an das Softwaresystem, um diese logistischen Flüsse zu unterstützen.“ Diese Infrastruktur ermögliche es, auch in Zukunft auf dem Weg zur Industrie 4.0 die Daten zur Weiterentwicklung der Prozesse zu nutzen und letztendlich den Service für die Kunden weiterzuentwickeln, so Mertens.

Christoph Mertens, Werksleiter Vetrotech Saint-Gobain Würselen
© Vetrotech Saint-Gobain/Olaf Rohl

Produktion von Multifunktionsgläsern für die ganze Welt

Am neuen Standort in Würselen fertigt Vetrotech weiterhin innovative, zukunftsgerichtete Lösungen für den Gebäude- und Marinesektor, die Sicherheit und Komfort in allen Lebensräumen selbst für anspruchsvollste Anwendungen bieten. Produziert wird eine breite Palette feuerhemmender, schlagfester, angriffsfester, kugelsicherer, sprengwirkungshemmender und drucksicherer Hochsicherheitsgläser – auch als Multifunktionsgläser – die mehrere Schutz- und Designeigenschaften kombinieren.

Als eine von fünf europäischen Produktionsstätten von Vetrotech beliefert Würselen neben dem Heimatmarkt Deutschland auch alle internationalen Märkte, den österreichischen Markt zum Beispiel mit der gesamten Bandbreite beschuss- und explosionshemmender Gläser, Brandschutzgläser und Sicherheitsgläser mit Poylcarbonat.

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Würselen: Tradition und Zukunft vereint

„Im neuen Produktionsstandort wird die eineinhalb Jahrhunderte alte Tradition des Stammwerks Kinon in eine neue Dimension überführt“, ist man bei Vetrotech überzeugt. Seit der Gründung 1871 und der Übernahme durch Saint-Gobain im Jahr 1952 wuchs die Kinon Sicherheitsglas GmbH in Aachen zu einem der führenden Experten für Sicherheits- und Hochsicherheitsglas. Dort wurde bereits in den 1980er-Jahren „Contraflam“, das erste transparente Brandschutzglas, entwickelt. „Durch die Bündelung der Kräfte mit Kinon eröffnete sich für Vetrotech eine neue Dimension mit einem umfassenden Sortiment an Glaslösungen zum Schutz von Menschenleben und Eigentum“, so Guido Plum.
Nachdem Kinon über die Jahrzehnte kontinuierlich gewachsen war, stieß die Expansion auf dem bestehenden Gelände an ihre Grenzen. Klar war, das neue Werk auch wieder in Deutschland zu bauen: „Wir wollten unbedingt das über Jahrzehnte erworbene Know-how für das Werk erhalten. Maschinen kann man leicht verlagern, Menschen nicht“, sagt Guido Plum.

Ein Hinweis der Vollständigkeit halber: Im Rahmen der Produktionsverlagerung wurde die Vetrotech Saint-Gobain Kinon GmbH in Vetrotech Saint-Gobain Würselen GmbH umbenannt.

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