Rund ein Vierteljahrhundert nach der Vereinsgründung lud die Güteschutzgemeinschaft WDVS-Fachbetrieb zur Jubiläumsveranstaltung und nutzte das Fest für einen kritischen Blick auf Gegenwart und Zukunft der thermischen Fassadensanierung.
Vereinsgründung 2001, mehr als 2.400 Schulungen
Die Güteschutzgemeinschaft WDVS-Fachbetrieb wurde im September 2001 in Wien gegründet. Ziel war und ist es, die Verarbeitungsqualität bei der Planung, Ausführung und Kontrolle von WDVS-Fassaden zu sichern und damit Bauschäden sowie Folgekosten zu vermeiden. Seither wurden nach Angaben des Vereins mehr als 2.400 Zertifizierungsschulungen an Fachkräften der Mitgliedsbetriebe durchgeführt. Dazu kommen zahlreiche Fachtagungen, technische Leitfäden wie die Schadensfibel sowie Checklisten und Formulare für die Baustellenpraxis.
Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung wurde auch der neue Vorstand präsentiert. Thomas Walka, Obmann der Güteschutzgemeinschaft WDVS-Fachbetrieb, tritt die Nachfolge von Gerhard Wölfer an, der die Gemeinschaft von 2022 bis 2026 geführt hatte. Grußworte des Gründungsobmanns Wilhelm Sedlak wurden von Elmar Hagmann, Geschäftsführer des Bauunternehmens Sedlak, überbracht.
Förderungen und Fachkräfte im Fokus
Unter dem Titel „Quo vadis thermische Fassadensanierung“ lieferten drei Expertinnen und Experten Statements zur aktuellen Lage der Branche. Wolfgang Amann vom Institut für Immobilien, Bauen und Wohnen (IIBW) beleuchtete Daten, Fakten und Notwendigkeiten in der thermischen Sanierung. Christoph Scharinger, Vorstandsdirektor der gemeinnützigen Bau- und Siedlungsgenossenschaft „Frieden“, sprach über die Auswirkungen der aktuellen wirtschaftlichen Lage auf gemeinnützige Wohnbauträger. Clemens Hecht von der Arge Qualitätsgruppe WDVS und der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) thematisierte die Fördersituation für thermische Sanierungen und notwendige Korrekturen im Förderungsfokus. Abgerundet wurde der Abend durch Networking und musikalische Unterhaltung.