In wenigen Monaten ist es so weit: Von 11. bis 15. Januar 2027 trifft sich die internationale Bauwirtschaft wieder auf der BAU in München. Die Messe, die sich selbst als „Weltleitmesse für Architektur, Materialien, Systeme zukunftsfähige Lösungen und Produkte aus dem Bauwesen“ sieht, erwartet auch heuer viele klingende Namen auf der Ausstellerliste – von A wie Agrop Buchtal oder Autodesk über E wie Egger, H wie Hörmann oder N wie Nemetschek bis zu R wie RIB Software und S wie Sika.
Zeichen für Zuversicht
Projektleiterin Cornelia Lutz von der Messe München bewertet die positive Resonanz auf Ausstellerseite als deutliches Zeichen für Optimismus innerhalb der Branche: „Die starke Nachfrage führender Aussteller zeigt, dass die Unternehmen nach vorne blicken und aktiv gestalten wollen“, meint sie. „Gerade in einem anspruchsvollen Marktumfeld wird deutlich: Die Branche setzt auf Austausch und Innovationen für die Zukunft des Bauens.“

Zu den zentralen Themen der Veranstaltung zählt vor allem die Schaffung von Wohnraum bei effizientem Einsatz von Ressourcen und klimagerechter Architektur. „Die Bauwirtschaft befindet sich im Umbruch“, meint bei der Messe München. „Während Wohnungsbau, Infrastruktur und Sanierung unter hohem Kosten- und Zeitdruck stehen, steigen zugleich die Anforderungen an Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Produktivität. Wer heute baut, muss mehr leisten – mit weniger Fachkräften und oft komplexeren Rahmenbedingungen.“
Vier Aspekte
Vier Aspekte stehen auf der BAU im Mittelpunkt: Lebensraum im Wandel, Material und Ressource, Digitalisierung und Produktivität, sowie Klimaschutz und Klimaanpassung nehmen in den einzelnen Ausstellungsbereichen und auf den Bühnen und Sonderschauen im Rahmenprogramm die zentrale Rolle ein.
Lebensraum im Wandel steht für Wohn- und Quartierskonzepte, die flexibel, barrierefrei, bezahlbar und für unterschiedliche Lebensphasen geeignet sind. Der Fokus liegt laut dem Veranstalter „auf der besseren Nutzung bestehender Gebäude, auf der Umwandlung von Leerstand in Wohnraum sowie auf einfacheren Bauprozessen“. Ziel ist es, schnelleren und wirtschaftlicheren Wohnraum zu schaffen, ohne Qualität und Lebensqualität aus dem Blick zu verlieren.
Material und Ressource beschreibt den verantwortungsvollen Umgang mit Baustoffen, Gebäudebestand und gebundener Energie. „Wichtige Aspekte sind hierbei der Erhalt und die Umnutzung bestehender Gebäude, klimagerechte Materialentscheidungen sowie Bauweisen, die Ressourcen schonen und Gesundheit fördern“, so die Messe München.
Digital und produktiv
Digitalisierung und Produktivität setzt sich mit dem Wandel zu effizienteren, vernetzten und datenbasierten Planungs-, Bau- und Betriebsprozessen auseinander. „Digitale Werkzeuge wie generatives Design, digitale Zwillinge und smarte Gebäudeinfrastruktur bieten großes Potenzial, um Kosten- und Effizienzdruck zu begegnen“, meint die Messe. Entscheidend für den nächsten Schritt seien mehr digitale Kompetenz, bessere Integration und moderne Genehmigungsprozesse.
Klimaschutz und Klimaanpassung skizziert die Aufgabe, Gebäude, Städte und Quartiere emissionsärmer und zugleich widerstandsfähiger gegenüber Hitze, Starkregen und Überflutungen zu machen. „Entsiegelung, Schwammstadtprinzipien und grüne Infrastruktur leisten dabei einen wichtigen Beitrag zu Sicherheit, Gesundheit und Lebensqualität“, so der Veranstalter. „Klimagerechtes Bauen wird damit nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich zur Notwendigkeit.“
Im Rahmen der BAU 2027 findet erstmals auch das neue Format „Black Box“ statt. Dabei handelt es sich nicht um einen klassischen Ausstellungsbereich wie in den übrigen 18 Messehallen der BAU. Die Black Box stellt stattdessen die verschiedenen Bauprozesse in den Vordergrund. Sie vereint die einzelnen Aspekte wie Planung, Ausführung und Entscheidung. Dazu der Veranstalter: „Ziel ist es, Lösungen entlang realer Prozesse, Schnittstellen und Anwendungen sichtbar zu machen und über die isolierte Produktpräsentation hinauszugehen.“
