Dachbranche im Wordrap: Was bringt das Jahr 2026?
Die heimische Dachbranche steht vor einem neuen, spannenden Jahr. Wir haben die Top-Manager der österreichischen Bedachungsindustrie gebeten, ihre Einschätzung zum „Dach-Jahr 2026“ im Rahmen eines kurzen Wordraps mit uns zu teilen.
Um den Jahresausblick 2026 kompakt und praxisnah zu gestalten, haben wir das Format diesmal einfach gehalten: Wir beginnen einen Satz, die Vertreter der Bedachungsindustrie (in alphabetischer Reihenfolge der Firmennamen) ergänzen ihn aus ihrer Perspektive – manche kürzer, manche umfangreicher …
Martin Michlmayr, Vertriebsleiter Uginox, Aperam Österreich und Deutschland:

Das Jahr 2026 wird für die österreichische Dachbranche … vermutlich noch ein Jahr der Konsolidierung, wobei wir optimistisch nach vorne blicken.
Im Neubau erwarten wir 2026, … dass sich die höhere Anzahl an Baugenehmigungen positiv auf die Dachbaubranche auswirkt. Wir sehen auch, dass Rückbau- und Entsorgungskosten die Materialwahl immer stärker beeinflussen. Der Einsatz sortenreiner und rückbaubarer Materialien wird zunehmen. Baumetalle erfüllen dabei die Anforderungen an Recyclierbarkeit und Kreislauffähigkeit optimal.
Die Sanierung entwickelt sich heuer voraussichtlich … wieder zu einem wichtigen Motor im Bedachungsmarkt. Bestandsschutz gegenüber Extremwetter, die energetische und sicherheitstechnische Aufwertung von Dächern und die Nutzung von Sonnenergie sind weiterhin wichtige Themen in unserer Branche und bieten Chancen.
Für Dachhandwerksbetriebe bedeutet das, … dass sie als Experten für die Umsetzung die Lösungen und Materialien kennen, die den steigenden Anforde-rungen und Belastungen am Dach gerecht werden.
Die größten Herausforderungen für Dachhandwerksbetriebe sind … der anhaltende Fachkräftemangel, der allgemeine Kosten- und Zeitdruck und die Notwendigkeit für eine gewerkeübergreifende Zusammenarbeit bei komplexen Themen und Schnittstellen.
Wer 2026 am Dach erfolgreich sein will, muss … das tun, was richtig und wichtig ist, seine eigenen Geschäftsziele konsequent verfolgen und offen bleiben für Kooperation und Zusammenarbeit.
Mein persönlicher Rat an unsere Kunden … In unserer schnelllebigen Zeit sind vermeintlich einfache Lösungen gefragt. Umso wichtiger ist es, das Handwerk zu pflegen. Wer bewusst darauf achtet, traditionelle Materialien und Techniken im Arbeitsalltag einzusetzen, erhält die Handwerkskunst und gibt das Wissen und Können seiner Zunft an die nächste Generation weiter.
Stefan Roithmair, Geschäftsleiter Bauder Österreich:

Das Jahr 2026 wird für die österreichische Dachbranche … ein Jahr der Chancen und des Durchhaltens. Die Baukrise hält an, aber wir sehen Signale, dass es im zweiten Halbjahr aufwärts gehen könnte. Entscheidend ist: Wer jetzt dranbleibt und in Qualität, Fachkompetenz und Kundenorientierung investiert, wird gestärkt aus dieser Phase hervorgehen.
Im Neubau erwarten wir 2026 … Zurückhaltung, das ist realistisch. Die echte Dynamik liegt in der Sanierung, hier sehen wir großes Potenzial: Energetische Sanierung ist nicht mehr optional, sondern regulatorisch getrieben.
Die Sanierung entwickelt sich heuer voraussichtlich … positiv. Die EPBD-Anforderungen treiben Investitionen in Bestandsgebäude. Wir sehen, dass Bauherren und Sanierer verstanden haben: Energieeffizienz ist nicht mehr ein Nice-to-have, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit.
Für Dachhandwerksbetriebe bedeutet das … Systemkompetenz wird wichtiger werden als je zuvor. Der Handwerker, der nur noch „Dachdecken“ kann, wird langfristig unter Druck geraten. Aber wer sich als Systempartner positioniert, wer energetische Sanierung versteht und wer mit Top-Produkten und gut ausgebildeten Handwerkern arbeitet, der hat Zukunft.
Die größten Herausforderungen für Dachhandwerksbetriebe sind … der Kostendruck durch die anhaltende Baukrise, der Fachkräftemangel und die Komplexität: Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, Sicherheit, Detailgenauigkeit. Das erfordert viel Wissen und mehr Sorgfalt als früher.
Wer 2026 am Dach erfolgreich sein will, muss … drei Dinge tun: Erstens muss er schneller und strategischer agieren. Die Märkte ändern sich schneller, die Anforderungen werden komplexer. Zweitens muss er seine Kundenzufriedenheit in den Mittelpunkt stellen. Das heißt nicht nur Produkte verkaufen, sondern ganzheitliche Lösungen anbieten. Und drittens muss er in seine Mitarbeitenden investieren.
Mein persönlicher Rat an unsere Kunden aus dem Dachhandwerk für 2026 lautet … Bleibt nah bei euren Kunden und seid ehrlich in eurer Beratung. Die Baukrise ist die Chance, sich von der Konkurrenz zu unterscheiden. Nutzt die Energiewende, nutzt die Nachfrage nach nachhaltigen Lösungen, nutzt eure Fachkompetenz. Und vertraut auf Partner wie Bauder, die mit euch wachsen wollen. Wir haben eine gefüllte Produktpipeline, ein starkes Team und klare Ziele: schneller, strategischer, mit besserer Kundenzufriedenheit. Das ist unser Versprechen an euch. Dranbleiben, nämlich gemeinsam.
Thomas Schöffer, Geschäftsführer BMI Österreich:

Das Jahr 2026 wird für die österreichische Dachbranche … ein Jahr, in dem Qualität sowie Innovationskraft noch stärker über den Markterfolg entscheiden. Dachdecker und Zimmerer sollten noch enger zusammenrücken, um klimaneutrale Gesamtlösungen zu liefern.
Im Neubau erwarten wir 2026 … eine langsame Stabilisierung auf moderatem Niveau, in dem integrierte Energielösungen nach wie vor im Trend liegen.
Die Sanierung entwickelt sich heuer voraussichtlich … zum stärksten Wachstumsmotor im Gewerk Dach. Der Bestand an alten Dachstühlen muss massiv aufgewertet werden, um moderne Dämmstandards und PV-Lasten zu tragen.
Für Dachhandwerksbetriebe bedeutet das … weg vom reinen „Ziegellegen“ und hin zum ganzheitlichen Gebäudehüllen-Management inklusive Photovoltaik und Dämmtechnik und sich vom reinen Gewerk-Denken zu lösen und als kompetente Partner für die gesamte „Hülle“ – vom Dachstuhl bis zur Eindeckung – aufzutreten.
Die größten Herausforderungen für Dachhandwerksbetriebe sind … der anhaltende Fachkräftemangel sowie die Integration smarter Technologien in das traditionelle Handwerk, sprich die Balance zwischen traditioneller Handwerkskunst und modernen Technologien.
Wer 2026 am Dach erfolgreich sein will, muss … digital vernetzt arbeiten, PV-Kompetenz im eigenen Team haben und eine klare Antwort auf das Thema Nachhaltigkeit liefern können.
Mein persönlicher Rat an unsere Kunden aus dem Dachhandwerk für 2026 lautet … Investiert in die Weiterbildung eurer Teams und in die Kundenberatung – wer den Kunden heute zeigt, wie das Dach zur Sparbüchse wird, gewinnt die Aufträge von morgen.
Karl Landl, Geschäftsführer Büsscher & Hoffmann:

Das Jahr 2026 wird für die österreichische Dachbranche … ein weiteres Jahr der Herausforderungen, kein Rekordjahr, aber die Talsohle wird hoffentlich heuer durchschritten.
Im Neubau erwarten wir 2026 … im Einfamilienhausbau ein leichtes Anziehen, kein Rückenwind, aber ein Lüfterl. Der mehrgeschossige Wohnbau und der Gewerbe- und Industriebau werden noch eher verhalten bleiben.
Die Sanierung entwickelt sich heuer voraussichtlich … seitwärts.
Für Dachhandwerksbetriebe bedeutet das … mit Optimismus in das Jahr 2027 blicken und sich für den Aufschwung vorbereiten.
Die größten Herausforderungen für Dachhandwerksbetriebe sind … gut durch 2026 zu kommen und gestärkt in den Aufschwung in 2027 zu gehen.
Wer 2026 am Dach erfolgreich sein will, muss … flexibel auf Herausforderungen reagieren, und die Zeit entsprechend nutzen, um mit einem gestärkten Team aus der Krise zu gehen.
Mein persönlicher Rat an unsere Kunden aus dem Dachhandwerk für 2026 lautet … Qualität spielt eine Rolle.
Gerhard Koch, Leitung Dachprofi Fillistahl:

Das Jahr 2026 wird für die österreichische Dachbranche … ein weiteres, sehr herausforderndes Jahr. Die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit, die verhaltene Investitionsbereitschaft und der weiterhin hohe Kostendruck werden die Branche auch 2026 begleiten und viele Betriebe vor große Aufgaben stellen.
Im Neubau erwarten wir 2026 … eine kleine (sehr kleine) Steigerung, die jedoch bei weitem noch keine echte Entspannung bedeutet. Von einer Rückkehr zu früheren Neubauzahlen kann keine Rede sein, vielmehr bewegt sich der Markt weiterhin auf einem niedrigen Niveau.
Die Sanierung entwickelt sich 2026 voraussichtlich … maximal stagnierend, eher sogar leicht rückläufig. In den vergangenen Jahren wurde sehr viel saniert, wodurch ein Teil des Bedarfs bereits vorgezogen wurde. Eine weitere spürbare Steigerung ist aus heutiger Sicht nicht zu erwarten.
Für Dachhandwerksbetriebe bedeutet das, … dass auch 2026 ein schwieriges Jahr auf die Betriebe zukommt. Der Wettbewerb um Aufträge bleibt intensiv, gleichzeitig steigen die Anforderungen an Effizienz, Planungssicherheit und wirtschaftliches Arbeiten weiter.
Die größten Herausforderungen für Dachhandwerksbetriebe sind … neben dem schwierigen Umfeld bei der Auftragssuche vor allem das Finden und Halten qualifizierter Mitarbeiter. Viele Betriebe berichten, dass der Fachkräftemangel mittlerweile das größte Problem darstellt – oft noch vor Material- oder Kostenfragen.
Wer 2026 am Dach erfolgreich sein will, muss … ein klares Qualitätsbewusstsein aufbauen und leben. Gerade in herausfordernden Zeiten ist Qualität der entscheidende Faktor – im Auftreten gegenüber Kunden, bei der Materialwahl sowie in der handwerklichen Ausführung. Nur so lässt sich langfristig Vertrauen und Stabilität aufbauen.
Mein persönlicher Rat an unsere Kunden aus dem Dachhandwerk für 2026 lautet … Jeder Betrieb kennt seine Situation am besten. Entscheidend ist, den eigenen Weg konsequent weiterzugehen und die eigenen Stärken klar zu nutzen.
Bernhard Wieseneder, Geschäftsführer Rheinzink Austria:

Das Jahr 2026 wird für die österreichische Dachbranche … wiederum ein herausforderndes Jahr werden.
Im Neubau erwarten wir 2026 … keine großartigen Veränderungen im Vergleich zu 2025.
Die Sanierung entwickelt sich heuer voraussichtlich … gleichbleibend zu 2025.
Für Dachhandwerksbetriebe bedeutet das, … dass sie auf Qualitätsarbeit anstelle von Quantität setzen und flexibel auf die Marktanforderungen reagieren sollten.
Die größten Herausforderungen für Dachhandwerksbetriebe sind … nach wie vor Arbeitskräftemangel, Erhaltung der Liquidität und Vermeidung von Ausfällen.
Wer 2026 am Dach erfolgreich sein will, … sollte auf Effizienz und Wirtschaftlichkeit achten, da die Lohn- und sonstigen Kosten wesentlich höher als die Materialkosten sind.
Mein persönlicher Rat an unsere Kunden aus dem Dachhandwerk für 2026 lautet … Nicht um jeden Preis zu liefern (Ertrag vor Umsatz) und den Fokus auf qualitative Ausführung nicht zu verlieren.
Thomas Hirschi, Geschäftsführer Sika Österreich:

Das Jahr 2026 wird für die österreichische Dachbranche … weiterhin eine Herausforderung bleiben. Die Branche bewegt sich in einem Spannungsfeld aus verhaltener Baukonjunktur, steigenden Kosten und zunehmenden regulatorischen Anforderungen.
Im Neubau erwarten wir 2026 … erst im zweiten Halbjahr eine spürbare Entspannung. Verzögerte Investitionsentscheidungen und zurückhaltende Projektstarts prägen derzeit das Marktbild.
Die Sanierung entwickelt sich 2026 voraussichtlich … positiver. Der anhaltende Fokus auf Bestandsoptimierung, Energieeffizienz und Werterhalt von Gebäuden sorgt für eine stabile Nachfrage.
Für Dachhandwerksbetriebe bedeutet das … eine notwendige Umstellung und teilweise Neuorientierung ihrer Geschäftsmodelle. Flexibilität, Spezialisierung und ganzheitliche Lösungsangebote werden zunehmend zu entscheidenden Erfolgsfaktoren.
Die größten Herausforderungen für Dachhandwerksbetrieb sind … die Sicherstellung der finanziellen Stabilität sowie der Umgang mit steigenden Material-, Energie- und Personalkosten. Gleichzeitig gilt es, Investitionen sorgfältig zu planen und wirtschaftliche Risiken aktiv zu managen.
Wer 2026 am Dach erfolgreich sein will, muss … sich klar in Richtung Nachhaltigkeit orientieren. Gefragt sind langlebige, hochwertige Systeme, ressourcenschonende Materialien und durchdachte Lösungen.
Mein persönlicher Rat an unsere Kunden aus dem Dachhandwerk für 2026 lautet … In die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu investieren und konsequent auf zukunftsorientierte, langlebige Produkte zu setzen.
Michael Foisel, Leitung Vertrieb & Marketing Swisspearl Österreich:

Das Jahr 2026 wird für die österreichische Dachbranche … ein erfolgreiches Jahr.
Im Neubau erwarten wir 2026 … weiter die Steigerung von 2025.
Die Sanierung entwickelt sich heuer voraussichtlich … weiter auf schwachem Niveau wie 2025.
Für Dachhandwerksbetriebe bedeutet das … weiter gut gefüllte Auftragsbücher für Klein- und Mittelbetriebe.
Die größte Herausforderung für Dachhandwerksbetriebe ist … der Fachkräftemangel.
Wer 2026 am Dach erfolgreich sein will, muss … Innovationen und Vereinfachungen auf den Markt bringen.
Mein persönlicher Rat an unsere Kunden aus dem Dachhandwerk für 2026 lautet … Vertrauen Sie uns als Marktführer mit einem unfassbar breiten Sortiment. Als österreichischer Leit- und Produktionsbetrieb sind wir nahe am Kunden und bringen Innovationen für die Dachdeckerschaft in Österreich.
Karl Hofer, Geschäftsführer Triflex Österreich:

Das Jahr 2026 wird für die österreichische Dachbranche … ein leichtes Plus geben.
Im Neubau erwarten wir 2026 … eine leichte Erholung.
Die Sanierung entwickelt sich heuer voraussichtlich … weiter positiv wie 2025.
Für Dachhandwerksbetriebe bedeutet das … eine leicht steigende Auftragslage.
Die größte Herausforderung für Dachhandwerksbetriebe ist … qualifizierte und motivierte Mitarbeiter zu finden und zu halten.
Wer 2026 am Dach erfolgreich sein will, muss … täglich Qualitätsarbeit liefern.
Mein persönlicher Rat an unsere Kunden aus dem Dachhandwerk für 2026 lautet … Gemeinsam werden wir wieder erfolgreich sein.
Markus Blumauer, Country Commercial Director Wienerberger:

Das Jahr 2026 wird für die österreichische Dachbranche … weiter herausfordernd, aber besser als 2025.
Im Neubau erwarten wir 2026 … aufgrund der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen nur ein leichtes Wachstum.
Die Sanierung entwickelt sich heuer voraussichtlich … genauso wie 2025 weit stärker als der Neubau.
Für Dachhandwerksbetriebe bedeutet das, … dass Fachwissen, Erfahrung und saubere Planung wichtiger als reine Ausführungsgeschwindigkeit werden. Mehr Beratungsleistung, aber auch mehr Chancen auf höhere Margen.
Die größten Herausforderungen für Dachhandwerksbetriebe sind … Facharbeitermangel, fortschreitende Digitalisierung am Bau, unsichere Planungszyklen.
Wer 2026 am Dach erfolgreich sein will … muss strategisch planen, Fachkräfte gewinnen und halten, digitale Tools nutzen und sich flexibel auf wirtschaftliche wie regulatorische Veränderungen einstellen.
Mein persönlicher Rat an unsere Kunden aus dem Dachhandwerk für 2026 lautet … Setzen Sie wie bisher auf die Qualität von Tondach und die unzähligen Services, die wir für Dachdecker bieten. Diese Treue zahlt sich für Ihre Kunden und für Ihren Betrieb aus.



