Derzeit finden praktisch alle Fachmessen in einem wirtschaftlich angespannten Umfeld statt. Doch gerade in solchen Phasen, sagen die Veranstalter, zeige sich die Rolle dieser Veranstaltungen als Innovationsmotor. Bislang sind die Messehallen gut gefüllt, weil neue Technologien sich eben live besser darstellen lassen.

Die globale Schleiftechnik-Branche trifft sich bei der GrindingHub. © Messe Stuttgart

#1: Die Welt der Schleiftechnik

Die GrindingHub 2026 in Stuttgart öffnet vom 5. bis 8. Mai 2026 ihre Tore für die globale Schleiftechnologie und Superfinishing. Zu sehen sind Schleifmaschinen, Werkzeugschleifmaschinen und Schleifmittel. Ergänzt wird das Angebot durch Softwarelösungen, Prozessperipherie sowie Mess- und Prüftechnik, die für Qualitätssicherung und Effizienzsteigerung unerlässlich sind. Mehr als 430 Unternehmen aus 28 Ländern sind angekündigt. Besonders bemerkenswert ist die geografische Vielfalt: Neben Deutschland zählen China, die USA, Italien und die Schweiz zu den wichtigsten Ausstellerländern. Diese internationale Präsenz unterstreicht die globale Bedeutung der Schleiftechnik, die als Schlüsseltechnologie in Branchen wie Automobilbau, Luftfahrt, Medizintechnik und Maschinenbau eingesetzt wird. Neben der physischen Ausstellung setzt die GrindingHub auch auf digitale Formate: Matchmaking-Plattformen, Webseminare und Online-Konferenzen erweitern die Reichweite der vier Messetage.
www.grindinghub.de

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Besucherregistrierung für die Fastener Fair Italy 2026 ab sofort geöffnet
Die Registrierung für Besucher der Fastener Fair Italy 2026 ist ab sofort möglich! Die Messe findet am 24. und 25. Juni im CityLife – Allianz MiCo in Mailand statt.
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#2: Die Welt der Guss- und Schmiedeteile

Die CastForge 2026 in Stuttgart ist vom 9. bis 11. Juni 2026 der zentrale Branchentreff für Guss- und Schmiedeteile. Ein Blick auf die Zahlen: 530 Aussteller aus 30 Ländern decken bei der CastForge 2026 die gesamte Prozesskette ab – von der Rohteilfertigung über die mechanische Bearbeitung bis hin zur Montage komplexer Baugruppen. Dabei geht es nicht nur um die klassische Metallverarbeitung: Themen wie Simulation, Materialoptimierung und digitale Fertigungsprozesse spielen eine ebenso Rolle. So werden beispielsweise Lösungen zur FEM-Analyse oder neue Werkstoffkombinationen präsentiert, die sowohl die Effizienz als auch die Nachhaltigkeit steigern sollen. Ein Beispiel für aktuelle Entwicklungen ist der Einsatz additiver Verfahren in der Gießereitechnik, etwa durch 3D-gedruckte Formen. Solche Technologien versprechen schnellere Produktionszyklen und mehr Flexibilität. Neben der Ausstellung selbst bietet die CastForge ein umfangreiches Rahmenprogramm: Fachvorträge, Workshops und Expertengespräche ermöglichen einen intensiven Austausch zwischen Industrie und Wissenschaft.
www.messe-stuttgart.de/castforge

#3: Die Welt der Oberflächen

Die SurfaceTechnology Germany 2026 öffnet vom 5. bis 7. Mai 2026 die Stuttgarter Messehallen. Die Oberflächentechnik ist eine klassische Querschnittstechnologie, sie beeinflusst die Eigenschaften von Bauteilen in nahezu allen Branchen – von der Automobil- und Luftfahrtindustrie über den Maschinenbau bis hin zur Medizintechnik. Entsprechend breit ist das Spektrum der Messe: von der Vorbehandlung über Beschichtungsverfahren bis hin zu Mess- und Prüftechnik ab. Rund 240 internationale Aussteller erwarten etwa 4.000 Fachbesucher*innen, um ihnen die technologischen Neuheiten der Bereiche Galvanotechnik, thermisches Spritzen, Plasma- und Laseroberflächentechnik sowie Nano- und Mikrotechnologie zu präsentieren. Unter anderem zu sehen: PFAS-freie Beschichtungen, chromfreie Korrosionsschutzsysteme, die Integration digitaler Technologien, Automatisierte Beschichtungsanlagen, KI-gestützte Prozessüberwachung und datenbasierte Qualitätssicherung.
www.surface-technology-germany.de

In allen Branchen versprechen neue Technologien schnellere Produktionszyklen und höhere Flexibilität.