„Liebherr rechnet auch für das Geschäftsjahr 2026 mit einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld. Globale Unsicherheiten, geopolitische Spannungen und ein weiter steigender Wettbewerbsdruck würden die Rahmenbedingungen weiter prägen“, meint Steffen Günther, Managing Director und Mitglied des Direktoriums der Liebherr-International AG. Entsprechend sei in mehreren Produktsegmenten weiterhin mit einer zurückhaltenden Investitionsbereitschaft der Kunden zu rechnen. „Auch wenn die Firmengruppe mit einem erfreulichen Auftragsbestand in das Jahr 2026 gestartet ist, erwarten wir eine ausgeprägte Wachstumsphase jedoch erst ab 2027. Bis dahin nutzen wir die Zeit, um gezielt in unsere Standorte, Innovationen und nachhaltige Lösungen zu investieren.“

Diversifikation als Trumpf

Insgesamt profitiere der Liebherr-Konzern von ihrer hohen Diversifikation, ihrer internationalen Ausrichtung sowie ihrer dezentralen Struktur. „Diese Faktoren tragen dazu bei, globale Unsicherheiten zeitweise abzufedern. Vor diesem Hintergrund ist Liebherr zuversichtlich, in 2026 weiter zu wachsen“, meint man bei Liebherr.

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Das Geschäftsjahr 2025 schloss der Konzern mit einem Umsatz von 14.772 Millionen Euro ab. Das entsprach einem Wachstum von 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den Produktsegmenten Maritime Krane, Aerospace und Verkehrstechnik, Verzahntechnik und Automationssysteme, Kühl- und Gefriergeräte, Komponenten sowie Hotels erzielte Liebherr einen Gesamtumsatz von 5.427 Millionen Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 14,7 Prozent.

Rückläufig entwickelte sich dagegen der Bereich Baumaschinen und Mining, zu dem die Produktsegmente Erdbewegung, Materialumschlag, Spezialtiefbau, Mining, Mobil- und Raupenkrane, Turmdrehkrane und Betontechnik zählen. Wenngleich die Produktsegmente Spezialtiefbau und Turmdrehkrane, laut Unternehmen, zulegen konnten, ging der Umsatz des Bereichs insgesamt um 5,5 Prozent auf 9.345 Millionen Euro zurück.

Regional entwickelten sich die Umsätze der Firmengruppe unterschiedlich. Rückgänge waren in Asien und Ozeanien und in Nordamerika zu verzeichnen. In Europa ergab sich ein geteiltes Bild: Während die Geschäfte in den Nicht EU-Ländern rückläufig waren, konnte Liebherr in der Europäischen Union ein Umsatzplus erzielen, das vor allem von einer positiven Entwicklung in Deutschland getragen wurde. Gewachsen ist Liebherr ebenfalls in Mittel- und Südamerika und in der Absatzregion Afrika / Naher und Mittlerer Osten.

Die Firmengruppe erzielte 2025 ein Jahresergebnis von 272 Millionen Euro. Während das Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahr abnahm, lag das Finanzergebnis über dem Vorjahreswert.