Am 9. und 10. April 2026 wurde Saalfelden zum Treffpunkt der österreichischen Metallbaubranche. Der Österreichische Metallbautag im World of Congress (Hotel Gut Brandlhof) verzeichnete mit 250 Teilnehmer*innen erneut einen Besucherrekord und bot zwei intensive Tage, geprägt von fundierten Vorträgen, lebendigen Diskussionen und vielen persönlichen Begegnungen.

Ein Höhepunkt war die Abendveranstaltung mit der Verleihung des „Österreichischen Metallbaupreises 2026“ – ein Abend, an dem Können, Präzision und Leidenschaft für den Metallbau spürbar im Mittelpunkt standen. Ein attraktives Rahmenprogramm mit 34 Ausstellern präsentierte innovative Produkte und Dienstleistungen aus unterschiedlichen Bereichen der verbundenen Zulieferindustrie und bot zahlreiche Anknüpfungspunkte für Gespräche und neue Kontakte.

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Marko Buxbaumer als Vorsitzender des Veranstalters, der Arbeitsgemeinschaft der Hersteller von Metall-Fenster/Türen/Tore/Fassaden (AMFT), eröffnete die Fachtagung.

Zwei Tage voller Inhalte – von Schadensvermeidung bis Zukunftsimpulsen

Der Metallbautag 2026 bot ein breit gefächertes ­Programm, das zentrale Herausforderungen und Chancen des Metallbaus praxisnah aufgriff. Unter dem Motto „Stark.Beständig.Zukunftsorientiert.“ standen am ersten Veranstaltungstag unter anderem Qualitätsfragen und technische Schwerpunkte im Mittelpunkt. Beiträge zur Vermeidung von Schäden im Fenster- und Fassadenbau sowie Brand­schutzthemen rund um Photovoltaikanlagen beziehungsweise gebäudeintegrierte PV setzten klare Akzente.

Ebenso wurde die Frage diskutiert, wie Kreislaufmodelle für Aluminium künftig auch in Österreich noch stärker wirksam werden können. Ein weiterer inhaltlicher Fixpunkt war der Blick auf die europäische Fenster- und Fassadenbranche und deren Entwicklungschancen. Ergänzt wurde das Fachprogramm durch bewusst anders gesetzte Programmpunkte, die Gemeinschaft und Erlebnischarakter stärkten: mit Live-Vorführungen von Sicherheitsgläsern sowie einem Programmpunkt im ÖAMTC Experience Center, bei dem zehn Mitfahrten mit Rennfahrer Martin Ragginger auf der von Alexander Wurz designten Strecke verlost wurden.

Am zweiten Tag rückten wirtschaftliche und politische Perspektiven sowie die Kursbestimmung für die Branche in den Fokus. In Vorträgen und einer Podiumsdiskussion wurden Rahmenbedingungen, Wettbewerbsfähigkeit und der Blick nach vorne beleuchtet.
Die Podiumsdiskussion überzeugte durch ein außergewöhnlich hohes fachliches Niveau und die ausgewiesene Fachkompetenz der Podiumsgäste.

Fachliche Themen wie Abweichungen und Sanierungen im Brandschutz, Naturgefahren (Hagel/Starkregen) sowie weitere aktuelle Aspekte rundeten das Programm ab. Durch beide Tage führte Moderatorin Andrea Dunkl.

Österreichischer Metallbaupreis 2026 mit voller Anerkennung und Emotion

Als besonderer Höhepunkt wurde am Abend des 9. April der „Österreichische Metallbaupreis 2026“ verliehen. Die Auszeichnung würdigte in drei Größenkategorien herausragende Metallbauleistungen und ihre Sieger, die im Vorfeld durch eine hochkarätige Fachjury ermittelt wurden.

  • Sieger in der Kategorie bis € 100.000: Metalltechnik Wenger aus Salzburg mit dem Eingangsportal und Verkleidung der Seitenbereiche mit Tombakblech beim Einrichtungshaus Famler in Salzburg.
  • Sieger in der Kategorie bis € 1.000.000: Ing. A. Sauritschnig Alu-Stahl-Glas aus St. Veit an der Glan mit der Spiegeldeckenuntersicht beim I08 Visitor Center in Klosterneuburg.
  • Sieger in der Kategorie über € 1.000.000: GIG Fassaden aus Attnang Puchheim, mit dem Zubau Power Tower der Energie AG Linz und der umgesetzten Closed Cavity Elementfassade.
Sieger in der Kategorie bis € 100.000: Metalltechnik Wenger aus Salzburg. © Herbert Raffalt
Sieger in der Kategorie bis € 1.000.000: Ing. A. Sauritschnig Alu-Stahl-Glas, St. Veit/Glan. © Herbert Raffalt
Sieger in der Kategorie über € 1.000.000: GIG Fassaden aus Attnang Puchheim. © Herbert Raffalt
Erlebnischarakter am Metallbautag: Live-Vorführungen von Sicherheitsgläsern. © Herbert Raffalt

Sieger und Siegerprojekte wurden mit Kurzvideos dem begeisterten Publikum präsentiert und es gab viel Anerkennung durch Branchenkolleg*innen. Ein Abend mit viel emotionaler Leidenschaft für den Metallbau.

Alle zwei Jahre

Die AMFT dankt allen Einreicher*innen für ihren Beitrag zur Sichtbarkeit und Wertschätzung des Metallbaus. „Die Einreichungen zeigen großartige Arbeiten, hinter denen viel Knowhow der Beteiligten steckt. Sie zeigen, die Vielfältigkeit und das große Spektrum unserer Branche“, betont Anton Resch, Geschäftsführer der AMFT. Das abwechslungsreiche Programm, die sehr gute Organisation, sowie das Ambiente vor Ort stießen bei den Teilnehmern auf ein sehr positives Echo. Metallbautag und Metallbaupreis finden alle zwei Jahre statt. Der nächste geplante Termin: 20. und 21. April 2028. (gw) ■

Die Einreichungen zeigen großartige Arbeiten, hinter denen viel Knowhow der Beteiligten steckt. Sie zeigen, die Vielfältigkeit und das große Spektrum unserer Branche

Anton Resch, Geschäftsführer der AMFT