„Der SHK-Markt entwickelt sich zunehmend in Richtung integrierter Energiesysteme. Die Nachfrage nach Lösungen für Eigenverbrauch, Versorgungssicherheit und Energieunabhängigkeit ist deutlich gestiegen.“ Bei Link 3 ist man sich sicher, auf den richtigen Trend im Energiesektor zu setzen. Das Salzburger Unternehmen aus Puch bei Hallein hat sich auf die Produktion von innovativen Schichtenspeichern – einer Form von Pufferspeichern – für die Gebäude- und Energietechnik spezialisiert.

Speichermarkt wächst

Damit bedient man eine Entwicklung, die in den vergangenen Jahren stark an Geschwindigkeit gewonnen hat: Mit dem Ausbau der PV-Anlagen wächst der Bedarf an Möglichkeiten, überschüssigen Solarstrom, der nicht unmittelbar benötigt wird, zu speichern. Dies geht unter anderem mit klassischen Batteriespeichern oder mit Puffer- oder Warmwasserspeichern. „Das Geschäft mit Energiespeicherlösungen für Einfamilienhäuser hat sich in den vergangenen Jahren sehr dynamisch entwickelt. Wesentliche Treiber sind der starke Ausbau der Photovoltaik, steigende Energiepreise sowie der Wunsch vieler Haushalte nach mehr Unabhängigkeit in der Energieversorgung“, beschreibt man diesen Trend bei Stiebel Eltron Österreich.

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Kombination gefragt

Aus Sicht von Link 3 sind „Kombinationen aus Wärmepumpe, PV und Speichertechnik“ besonders gefragt. „Der Bedarf an intelligenten thermischen Speicherlösungen wächst stetig. Thermische Speicher gewinnen an Bedeutung, weil sie Überschussenergie kostengünstig speichern und so Power-to-Heat Anwendungen effizient ermöglichen“, so das Salzburger Unternehmen. „Der Fokus liegt auf Systemeffizienz und dem intelligenten Zusammenspiel von Heizen, Warmwasser, Kühlung und Energiemanagement. Fazit: Wärme und Strom wachsen zusammen.“

Pufferspeicher von Austria Email mit Inneneinheit der Wärmepumpe.
Pufferspeicher von Austria Email mit Inneneinheit der Wärmepumpe. © Austria Email/Groupe Atlantic

Das sieht auch Alexander Sollböck so. „Energiespeicherlösungen waren in den letzten Jahren sehr gefragt und wurden auch gefördert. Zum einen die klassischen Energiespeicherlösungen für den PV-Strom, aber auch die Nachfrage nach Energiespeichern für Puffer- oder Warmwasserlösungen“ steige, meint der Geschäftsführer von Reflex Austria und Obmann des Verbands der Installations-Zulieferindustrie (VZI). „Da vielerorts kaum noch für das Strom-Einspeisen des PV-Stroms bezahlt wird, ist die thermische Energiespeicherung sehr gefragt. Lösungen mit Pufferspeicher oder Puffer-Warmwasserkombinationen mit PV-Ready Heizstäben sind hier im Kommen, in Kombination mit Wärmepumpen und Lademöglichkeiten im Einfamilienhaus.“

Smarte Speichertechnik

„Der Markt der smarten Speichertechnik ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden und hat sich gut entwickelt“, bestätigt Austria Email. Man habe das Geschäft „in der strategisch wichtigen Produktgruppe der Speicherlösungen mit smarten Elektro- und Fernwärmespeichern, Kleinspeichern und Pufferspeichern“ daher konsequent ausgebaut, „Marktanteile gesteigert und damit den Anteil an Green Products weiter ausgebaut“.

Energiekosten senken

Damit treffe man die Kundenbedürfnisse: „Denn mit den hohen Energiekosten rückt in den heimischen Haushalten das Potenzial von Einsparungen durch effiziente Speicher stark in den Fokus.“ Der Umstieg auf einen smarten Warmwasserspeicher bringe sofort Einsparungen von bis zu 30 Prozent. Mit der Nutzung von PV-Strom werde der Betrieb noch günstiger. „Im Sinne der Energiewende und in Zeiten, da viele beim Wohnen sehr genau aufs Geld schauen müssen, sind energieeffiziente Warmwasserlösungen ein echter Gewinn.“

Alexander Sollböck, Geschäftsführer Reflex Austria
Alexander Sollböck, Geschäftsführer Reflex Austria: Multivalente Lösungen sind im Kommen. © Gebäude Installation.

Reflex Austria-Chef Sollböck ist überzeugt davon, dass Multivalente Lösungen im Kommen sind. Dabei werden mehrere Energieerzeuger mit mehreren Abgabemöglichkeiten kombiniert und alle technischen Möglichkeiten vereint genutzt – egal ob Heizen, Warmwasser aufbereiten, Kühlen oder das E-Auto aufladen. Sollböck: „So wenig wie möglich Strom zuzukaufen, die thermische Energie bestmöglich nutzen und keine Energieverluste, egal ob thermisch oder von der PV-Anlage, sind sicherlich die Trends.“

Ganzheitliche Lösungen

Und das Verständnis von Speicherung verändert sich weiter – darauf weist Stiebel Eltron hin: „Der Fokus verschiebt sich zunehmend von klassischen Pufferspeichern hin zu ganzheitlichen Systemlösungen“, so der Hersteller. „Immer öfter wird das Gebäude selbst zum Energiespeicher – etwa durch Flächenheizungen, Betonkernaktivierung oder Erdwärmesysteme wie den Ringgrabenkollektor. So wird vorhandene Energie effizient genutzt und der Eigenverbrauch intelligent optimiert.“

Wärmepumpe von Stiebel Eltron:
Wärmepumpe von Stiebel Eltron: Kombination mit PV und intelligenten Speichern. © Stiebel Eltron

Bei Prolux Solutions, einer Schwestergesellschaft des Raumklima-Spezialisten Kermi, beobachtet man, dass sich heuer das Batteriespeichergeschäft verändert. Das steigende Bedürfnis, überschüssige Energie selbst zu nutzen und die Kombination mit Wärmepumpen oder anderen elektrischen Heizungen würden zu erhöhten Anforderungen an die Speicher führen. „Oft geht es auch zusätzlich um ausreichende Energiereserven für die Elektromobilität und für Ersatzstrom zur Überbrückung von Netzausfällen“, so der Anbieter. „Unter diesen Anforderungen sind die Leistungen und Kapazitäten der Batteriesysteme entsprechend gewachsen.“

Neue Anforderungen

Zusätzlich, meint Prolux Solutions weiter, „sind auch die Anforderungen an das Energiemanagementsystem gestiegen“. Denn Speicherbatterien sollen „im dynamischen Strommarkt nutzbar sein und ein durchgängiges Energiemanagementsystem mit allen Bestandteilen wie PV, Wechselrichter, Heiztechnik, E-Mobilität, Ersatzstromoption, etc. beinhalten“. Hier schwinge sich der 2026 insgesamt verhaltenere Markt gerade auf Systeme ein, „die für die höheren und komplexeren Anforderungen Lösungen mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis bieten und den Installations- sowie den Serviceaufwand auf ein Minimum beschränken“.   

Schichtenspeicher von Link 3
Schichtenspeicher von Link 3: Energieeinsparung von bis zu 30 Prozent. © Reinhard Hoffmann Brilon

Der zentrale Trend im Bereich der Energiespeicher ist aus Sicht vieler Fachleute die intelligente Sektorenkopplung: „Strom, Wärme und Speicherung werden dabei zu einem abgestimmten Gesamtsystem verbunden“, erläutert man bei Stiebel Eltron. „Sektorenkopplung bedeutet, dass bisher getrennte Energiebereiche wie Strom, Wärme und Mobilität miteinander verbunden werden, um die volatile erneuerbare Energie effizienter zu nutzen“, bekräftigen die Expert*innen von Link 3. „Sektorenkopplung ermöglicht es, Energie flexibel zwischen Strom und Wärme zu verschieben, während dynamische Strompreise den optimalen Zeitpunkt für die Nutzung dieser Energie bestimmen.“

Dynamische Stromtarife nutzen

Dynamische Stromtarife sorgen dafür, dass Strom genau dann günstig ist, wenn viel erneuerbare Energie im Netz verfügbar ist. „Diese günstigen Zeitfenster können gezielt genutzt werden, um thermische Speicher effizient aufzuladen. So kann Strom gezielt dann in Form von Wärme gespeichert werden, wenn er am günstigsten ist“, betont Link 3. „In Kombination mit Sektorenkopplung wird das Energiesystem dadurch deutlich flexibler. Strom aus erneuerbaren Quellen wird nicht mehr nur direkt verbraucht, sondern intelligent verschoben und in andere Energieformen überführt.“

Bei Stiebel Eltron sieht man das ähnlich. „In Kombination mit dynamischen Strompreisen kann Energie gezielt dann genutzt werden, wenn sie günstig und nachhaltig verfügbar ist – und anschließend im Gebäude oder im Warmwasser gespeichert wird, ohne Einbußen beim Komfort“, heißt es. „Auch bei Luft-Wasser-Wärmepumpen gewinnt das Gebäude als thermischer Speicher an Bedeutung, indem Temperaturverläufe intelligent in die Regelung einbezogen werden“, so der Anbieter. 

Innovative Antworten

Die Hersteller antworten mit einer Reihe von innovativen Produkten auf diese Trends. Reflex bietet Pufferspeicher, Wärmepumpenspeicher, aber auch Multiflowcenter (Schichtenspeicher) an. „Heizen und Kühlen im Verbund, multivalente Lösungen und dem „Nutzerverhalten“ angepasste Heiz- und Kühlsysteme sind für mich hier klare Trends und Lösungen“, meint Österreich-Chef Sollböck.

Austria Email hat ebenfalls eine breite Palette an Lösungen im Angebot. Dazu gehört beispielsweise das Modell AE HRS: Ein doppelt gewickelter Glattrohrwärmetauscher ermöglicht bei diesem Warmwasserbereiter besonders hohe Übertragungsleistungen und macht ihn laut Hersteller „zur ersten Wahl bei energiebewussten Anwendungen“, wie bei Niedrigenergiehäusern oder in Kombination mit einer Wärmepumpe. „Mit dem Standspeicher erhöht sich die Effizienz des Grundsystems und auch die Lebensdauer einer Wärmepumpe.“

Patentierte Lösung

Link 3 bedient den Markt mit seinen patentierten Schichtenspeicherlösungen, die Warmwasserbereitung, Heizen und Gebäudekühlung in einem System vereinen. Das Unternehmen verspricht eine Energieeinsparung von bis zu 30 Prozent, eine Reduktion von Wartungs- und Instandhaltungskosten sowie höchste Hygienesicherheit und hohen Komfort. Für den Ein- und Zweifamilienhaussektor bietet der Hersteller hier vor allem den platzsparenden Ecolink-New mit 500 Litern und den Duolink-Cool mit einem Volumen von 750 Litern an. Letzterer kann – der Name verrät es, im Sommer durch die eingebaute Kühlweiche auch zum Kühlen genutzt werden.

Smarte Angebote

Stiebel Eltron setzt auf intelligente Regelungs- und Energiemanagementlösungen wie Smart Price und EM Trend. „Smart Price optimiert den Betrieb der Wärmepumpe anhand des Strompreises und verschiebt beispielsweise Heizung oder Warmwasserbereitung in günstige Zeitfenster“, erläutert der Hersteller. „EM Trend berücksichtigt zusätzlich die Außentemperatur – insbesondere bei Luft-Wasser-Wärmepumpen – und passt die Heizleistung vorausschauend an.“ In Kombination mit dem Ringgrabenkollektor und der thermischen Speichermasse des Gebäudes könne Energie gezielt dort gespeichert werden, wo sie sinnvoll genutzt wird: im Erdreich, im Gebäude oder im Warmwasser.

Allles in Einem

Prolux Solutions schließlich offeriert das modulare Batteriespeicherkomplettsystem Prolux Storac LFP All-In-One. „Wir bieten damit eine konfigurierbare Lösung für alle gängigen Marktanforderungen“, sagt der Anbieter. So einfach und schnell sei Energiespeicher-Installation noch nie gewesen: „Der Storac LFP All-in-One ist ein echtes Komplettsystem – alle notwendigen Funktionen und Komponenten bis hin zum Hybridwechselrichter und Energiemanagement sind aufeinander abgestimmt und bereits integriert. Damit entfallen zeitaufwendige Zusatzarbeiten und Konfigurationsschritte.“