Würth vergrößert Unternehmenszentrale

10.01.2020

Zum 20-jährigen Standortjubiläum in Böheimkirchen feierte Würth Österreich die Inbetriebnahme des neuen, erweiterten Logistikzentrums samt modernster Fördertechnik.

60.000 zusätzliche Lagerplätze wurden durch das neue Shuttle-Lager geschaffen.
Mit der neuen Eigenverbrauchs-Photovoltaikanlage setzt Würth auf Öko-Strom.

Nach einer Bauphase von nur 18 Monaten wurde im Dezember das erweiterte, hochmoderne Logistikzentrum nach den Plänen von Generalplaner Dr. Shebl und Partner am Unternehmensstandort in Böheimkirchen feierlich eröffnet. 20 Millionen Euro sind in den umfangreichen Zubau samt innovativer Fördertechnik von Knapp geflossen.

Moderne Logistik und zusätzliche Lagerplätze
Mit dem beständigen Wachstum des Unternehmens in den letzten 20 Jahren sind auch die logistischen Anforderungen in Hinblick auf Produktivität und Serviceleistungen rasant gestiegen. Geschäftsführer Alfred Wurmbrand: „Viele Prozesse waren nicht mehr effizient genug, um den jährlich steigenden Durchlauf von mehr als 600.000 Sendungen pro Jahr, das sind 6.000 bis 7.000 Pakete täglich, zu schaffen. Viele Abläufe mussten weitreichend optimiert werden, um die Qualität unserer Serviceleistungen auch in Zukunft gewährleisten zu können. Auch die Kapazitäten der bestehenden Lagerflächen waren ausgeschöpft, mit dem Zubau wurden 60.000 zusätzliche Lagerplätze durch ein vollautomatisiertes Shuttle-Lager geschaffen.“ Würth beliefert rund 55.000 Kunden aus Handwerk und Industrie mit Montage- und Befestigungsmaterial, 99 Prozent aller bestellten Produkte werden schon am nächsten Tag zugestellt.

Feierliche Eröffnung
Im Zuge der Eröffnung des neuen Logistik-Gebäudes wurde am 3. Dezember 2019 auch das 20-jährige Jubiläum am Standort Böheimkirchen gefeiert. Geladen waren rund 350 Gäste und Mitarbeiter sowie Vertreter der am Bau beteiligten Firmen Knapp AG, ARGE Habau/Porr, EMC/ITB und Generalplaner Dr. Shebl und Partner. Auch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner konnte zur Eröffnungsfeier begrüßt werden. Sie gratulierte der Geschäftsführung und den Mitarbeitern zum kontinuierlichen Unternehmenserfolg und betonte die große wirtschaftliche Bedeutung von Würth.

Nachhaltige Neuorientierung
Mit der Erweiterung und Modernisierung der Logistik wurde auch die Entscheidung für den Umstieg auf umweltfreundliche Energiegewinnung am Standort Böheimkirchen getroffen. Bereits im Sommer 2019 konnte die derzeit größte Eigenverbrauchs-Photovoltaikanlage Niederösterreichs mit einer Leistung von 730 kWp in Betrieb genommen werden. 690.000 Euro wurden in das Projekt investiert. Alfred Wurmbrand über den Schritt, den das Unternehmen damit in Richtung Nachhaltigkeit gemacht hat: “Mit der Photovoltaik-Anlage können wir rund 80 Prozent unserer benötigten Tagesenergie am Standort Böheimkirchen selbst produzieren und sparen damit circa 50 Prozent unserer Stromkosten ein.”
Auch im Bereich Verpackung geht Würth nun umweltfreundlichere Wege. Durch die neue, innovative Fördertechnik kann der Verbrauch an benötigtem Füllmaterial durch individuelle Anpassung der Kartonhöhe deutlich reduziert werden. Die eingesetzten Bio-Luftkissen aus Kartoffel- und Maisstärke sind zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt.

Würth Österreich
Würth Österreich wurde als zweite Würth Auslandsgesellschaft 1962 in Wien gegründet. 1999 wurde der Firmensitz nach Böheimkirchen, Niederösterreich, verlegt. Das Unternehmen beschäftigt rund 900 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 210,8 Mio. Euro. Sprecher der Geschäftsführung ist Alfred Wurmbrand. 

Redaktion

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