Mit dem Neubau des Keck Medicine Center of USC (University of Southern California) in Pasadena, USA, ist eine Ambulanz der Superlative entstanden. Der rund 9.300 Quadratmeter große, vierstöckige Gebäudekomplex bündelt 15 klinische Fachdisziplinen. Angesichts der intensiven kalifornischen Sonne erforderten die raumhohen Fensterfronten ein präzise austariertes Zusammenspiel aus effektivem Sonnenschutz und hoher Tageslichtqualität, um Überhitzung im Inneren zu vermeiden. Ein entscheidender Kriterienpunkt der angestrebten LEED-Zertifizierung für nachhaltiges Bauen bewertet hierbei die optimierte Tageslichtnutzung und die Sichtverbindung nach außen: Gezielter Tageslichteinfall fördert nachweislich das menschliche Wohlbefinden, während Sichtbezug zur Außenwelt die Aufenthaltsqualität im Gebäude steigert. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistet die Isolierglaslösung mit im Scheibenzwischenraum eingebetteten Holzlamellen.
Präzise Abstimmung auf den Sonnenverlauf
Um den energetischen Anforderungen gerecht zu werden, gleichzeitig aber die angestrebte Balance aus maximaler Transparenz sowie effektivem Sonnenschutz zu erreichen, lieferte Okalux eine Fläche von insgesamt knapp 1.100 Quadratmetern „Okawood“ Isolierglas. Die präzise im Glas ausgerichteten Lamellen sorgen für einen richtungsselektiven Sonnen- und Blendschutz. Der Abstand des Holzrasters im Scheibenzwischenraum wurde dabei individuell auf das Projekt und den spezifischen Sonnenverlauf angepasst. Die erweiterten Lamellenabstände fangen die steil stehende, intensive Mittagssonne Südkaliforniens ab, und geben gleichzeitig den Panoramablick auf die angrenzenden San Gabriel Mountains frei.

Nachhaltige Tageslichtsteuerung
Der zweischichtige Glasaufbau kombiniert anspruchsvolle Ästhetik mit hoher Funktionalität: Als Außenscheibe dient ein sechs Millimeter dickes Einscheibensicherheitsglas (ESG). Im Scheibenzwischenraum befindet sich neben dem schützend eingebetteten Holzraster eine Edelgasfüllung mit Argon, gefolgt von einer weiteren sechs Millimeter dicken ESG-Innenscheibe mit einer zusätzlichen Wärmeschutzbeschichtung. Je nach Sonnenstand reduziert das „Okawood“-System den Energieeintrag der Sonne (g-Wert) auf sehr gute Werte zwischen 11 und maximal 28 Prozent. Damit leistet die Fassadenlösung einen messbaren Beitrag zur Vermeidung von Überhitzung sowie zur energetischen Optimierung des Gebäudes. Dieses konsequente energetische Konzept zahlt direkt auf das ehrgeizige Nachhaltigkeitsziel des Bauherrn ein: Das Center ist darauf ausgelegt, die LEED-Platin-Zertifizierung zu erhalten – das höchste Rating innerhalb des weltweit führenden Systems für nachhaltiges Bauen.
Ein wesentlicher wirtschaftlicher und ökologischer Vorteil für den langfristigen Betrieb des Medizinzentrums liegt in der geschützten Positionierung der Holzlamellen: Da sie sicher im Inneren des Isolierglases integriert sind, bleibt das System dauerhaft vor Witterungseinflüssen sowie Verschmutzung geschützt und ist wartungsfrei.
(bt)
