„Die Zahlen der diesjährigen Statistik zeichnen in Summe ein beunruhigendes Bild: Die Zahl der Baubewilligungen sank 2025 weiter auf einen neuen Tiefstand, auch für 2026 ist keine Trendwende in Sicht.“ Keine rosigen Aussichten zeichnete Robert Schmid, Obmann des Fachverbands der Stein- und keramischen Industrie bei der Präsentation der Wohnbauförderungsstatistik 2025, die alljährlich mit dem Institut für Immobilien, Bauen und Wohnen (IIBW) erstellt wird. 2025 wurden 47.800 Wohneinheiten in neuen und bestehenden Gebäuden baubewilligt. Dies entspricht einem Rückgang von drei Prozent gegenüber 2024 und einem Minus von einem Drittel zum Zehnjahresschnitt. Für 2026 wird ein weiterer Rückgang um sieben bis acht Prozent erwartet. Besonders betroffen ist der freifinanzierte Geschoßwohnbau.

Mehr Förderung

 Einen Aufwärtstrend gibt es bei der Wohnbauförderung. Gefördert wurden 19.800 Wohneinheiten. Das entspricht einem Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Ausgaben der Wohnbauförderung stiegen um sieben Prozent auf 2,68 Milliarden Euro und liegen damit fast ein Viertel über dem Zehnjahresdurchschnitt.

„Die steigenden Ausgaben der Wohnbauförderung zeigen ein grundsätzliches Bekenntnis von Bund und Ländern, den Wohnbau in der aktuellen Krise zu stützen. Die Wohnbauförderung kann zur Stabilisierung des Marktes beitragen, den Rückgang im freifinanzierten Bereich jedoch nicht vollständig kompensieren“, meint Schmid. „Dazu braucht es weitere Maßnahmen, etwa optimierte Finanzierungsbedingungen.“ Wolfgang Amann, Studienautor und Geschäftsführer des IIBW, ergänzt: „Ebenso notwendig sind Anpassungen im Wohnrecht. Die diesbezüglich angekündigte Wohnrechtsnovelle mit einem umfassenden Dekarbonisierungspaket und Sanierungsschwerpunkt ist daher dringend erforderlich.“