Das Stammwerk im niederösterreichischen Wopfing ist seit Jahrzehnten ein zentraler Produktionsstandort für Baumit. Mit der nun abgeschlossenen Großinvestition modernisiert das Unternehmen einen der kritischsten Prozessschritte in der Zementherstellung: die Rohmehlaufbereitung. Die neue Anlage trocknet und vermahlt mineralische Ausgangsmaterialien zu Rohmehl, das anschließend im Drehrohrofen zu Klinker gebrannt wird – eine Voraussetzung für die weitere Zement- und Baustoffproduktion.

„Für uns ist diese Investition vor allem ein Bekenntnis zum Standort Wopfing und die Region“, erklären Manfred Tisch und Georg Bursik, Geschäftsführer der Baumit in Wien. „Wir modernisieren einen zentralen Prozessschritt der Zementherstellung so, dass wir langfristig stabiler, wartungsärmer und mit deutlich geringerer Ausfallanfälligkeit produzieren können.“

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Gesamtsystem neu gedacht

Laut Unternehmensangaben wurde bei der Planung bewusst ein systemischer Ansatz gewählt. Gerhard Philipp, zuständig für Umwelt- und Verfahrenstechnik bei Baumit in Wopfing, erklärt: „Unser Fokus lag darauf, das Gesamtsystem neu zu denken – nicht einzelne Komponenten einfach nur ersetzen. Durch die Optimierung der Strömungs- und Druckverhältnisse und durch das konsequente Minimieren unerwünschter Nebenluftanteile arbeitet die Anlage insgesamt ruhiger und deutlich energieeffizienter.“

Die neue Anlage soll damit nicht nur den laufenden Betrieb stabilisieren, sondern auch die Emissionsbilanz verbessern. Konkret gibt Baumit an, dass der jährliche Strombedarf der neuen Rohmehlmühlenanlage um knapp 2.500 Megawattstunden sinkt – das entspreche laut Unternehmensangaben grob dem Jahresstrombedarf von rund 700 bis 800 Haushalten.

Schritt für Schritt CO2 reduzieren

Die Investition reiht sich laut Baumit in eine längerfristige Strategie ein, die auf Energieeffizienz, Ressourcenschonung und Prozessoptimierung ausgerichtet ist. Das Unternehmen sieht die neue Rohmehlmühle als weiteren Baustein zur schrittweisen Reduktion von CO2-Emissionen in der Zementproduktion. Gleichzeitig unterstreicht die Investition die Rolle des Standorts Wopfing als regionaler Arbeitgeber und Auftraggeber sowie als Baustoff-Nahversorger für die Region.