Für das neu Zentraldepot für die Museen und Archive der Stadt Regensburg und der Diözese Regensburg hat Schäfer Lochbleche die Nietpunktlochungen in den Fassadenlochblechen nach Vorgabe umgesetzt. Der Lochblechspezialist fertigte die Lochungen als definierte Setzpunkte, in denen später farbige Nieten montiert wurden. Für die Ausführung sind Maßhaltigkeit und Wiederholgenauigkeit entscheidend, damit die Nietpositionen in der Montage präzise passen und das Motiv über die großformatigen Fassadenflächen hinweg stimmig lesbar bleibt.
Motiv in der Fassade
Die Gebäudehülle des Zentraldepots für die Museen und Archive der Stadt Regensburg und der Diözese Regensburg ist als vorgehängte Konstruktion ausgeführt und mit gekantetem (gefaltetem) Aluminiumlochblech verkleidet. Die großflächige Gestaltung entstand im Rahmen eines von Stadt und Diözese gemeinsam ausgelobten Künstlerwettbewerbs. Das Motiv „Schützen und Bewahren” der Künstler Susanna und Bernhard Lutzenberger aus Bad Wörishofen zeigt zwei Hände, die sich über die Fassade ziehen. Die Darstellung wird durch farbige Nieten sichtbar, die von den Künstlern vor Ort gesetzt wurden. Damit die Nietfarben das Motiv in der Fläche korrekt abbilden, mussten die Nietpunkte bereits in der Fertigung eindeutig definiert und reproduzierbar positioniert werden. Für diese speziellen Lochungen hat MN Metall auf die Fertigung von Schäfer Lochbleche zurückgegriffen. „Unsere Aufgabe war es, die Lochungen so umzusetzen, dass die Nietpunkte in der Montage positionsgenau passen und die Bildwirkung über die gesamte Fläche hinweg nachvollziehbar bleibt. Dafür sind reproduzierbare Lochpositionen und eine gleichbleibende Ausführungsqualität über alle Bauteile hinweg entscheidend“, erklärt Thomas Schmidt, Bereichsleiter bei Schäfer Lochbleche.

Noch ein Zwiti
Auftraggeber der Fassadenlösung war die Firma MN Metall aus Neustadt. Das Zentraldepot wurde mit maßgeschneiderten wellTec-vario-Profilen verkleidet. Die 5.800 Quadratmeter große Verkleidung besteht aus walzblankem Aluminium mit einer Materialstärke von einem Millimeter. Es musste eine 180 Meter lange und 12 Meter hohe Fassadenfläche gestaltet werden. „Für die Umsetzung des Entwurfs mussten die Lochbleche nicht nur optisch, sondern vor allem in den Lochpositionen über alle Elemente hinweg konstant sein. Die von Schäfer Lochbleche nach Vorgabe umgesetzten Lochungen gaben uns in der Montage Planungssicherheit und waren mitentscheidend dafür, dass die Motivwirkung und das Gesamtbild auf der Fläche wie vorgesehen funktionieren“, sagt Danny Lorenz, Sales Director bei MN Metall. Das Projekt Regensburg zeigt, welchen Einfluss eine präzise und reproduzierbare Lochbearbeitung auf die Umsetzbarkeit motivbildender Fassaden in der Montage hat. (gw)
www.schaefer-lochbleche.de