Beim PV-Kongress von PV Austria in Wien am 25. März trafen sich rund 400 Vertreter*innen und knapp 40 Aussteller*innen der heimischen Photovoltaik- und Speicherbranche zum fachlichen Austausch. Unter dem Motto „Vom Moduldenken hin zur Systemlösung“ stand die Integration von Photovoltaik und Stromspeichern in ein gesamtheitliches Energiesystem im Zentrum. Die Branche betont die Notwendigkeit klarer politischer Rahmenbedingungen, um ihr Potenzial vollständig ausschöpfen zu können.

„Der Rückgang von 22 Prozent beim PV-Ausbau im letzten Jahr verdeutlicht uns erneut, dass wir dringenden Handlungsbedarf haben. Die Rahmenbedingungen dafür muss die Politik schaffen, damit wir als Branche Photovoltaik und Speicher als Systemlösung mit voller Kraft umsetzen können. Nur so können wir die geforderte Flexibilität im Energiesystem der Zukunft erreichen“, sagt Herbert Paierl, Vorstandsvorsitzender von PV Austria in Wien. Ziel sei es, die Abhängigkeiten von Öl und Erdgas radikal zu reduzieren, um die Bevölkerung nachhaltig zu entlasten.

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Knapp Verbinder für schmale Plattenstärken
Der FIYU FAST 10 für Platten ab 12 mm Stärke fixiert reversibel oder unlösbar. Für Plattenstärken ab 18 mm eignet sich der neue Nut-Feder-Verbinder auch als Mittelwandverbinder. Geeignet für das P-System.

Auch Staatssekretär Sepp Schellhorn unterstreicht die Bedeutung der Photovoltaik: „Energiepolitik ist längst kein Nebenschauplatz mehr. Photovoltaik stärkt nicht nur die heimische Stromversorgung, sondern auch unsere Energiesouveränität. Die ureigenste Aufgabe nachhaltiger Energiepolitik ist es, die richtigen Rahmenbedingungen für einen raschen und unbürokratischen Ausbau zu schaffen – daran arbeiten wir unermüdlich weiter.“

ElWG eröffnet neue Handlungsmöglichkeiten

Im ElWG-Talk diskutierten Vertreter*innen österreichischer Netzbetreiber sowie Vorstandsmitglieder von PV Austria die Umsetzung des neuen Elektrizitätswirtschaftsgesetzes (ElWG). „Das ElWG bietet uns eine neue Basis, um das bestehende Stromnetz bestmöglich zu nutzen und gleichzeitig weiterzuentwickeln. Es eröffnet neue Möglichkeiten durch die Umgestaltung der Netztarife, den flexiblen Netzanschluss für neue Anlagen und Stromspeicher, die stärkere Nutzung von Daten sowie die Ansteuerung von PV-Anlagen“, erläutert Eva Tatschl-Unterberger, Geschäftsführerin der KNG-Kärnten Netz GmbH in Klagenfurt.

Auch aus Branchensicht schafft das Gesetz neue Perspektiven: „Der rückläufige PV-Zubau ist ein Ausdruck der massiven Unsicherheit, die wir in der Branche im Vorfeld zum Beschluss des ElWG gespürt haben. Das Gesetz eröffnet auf Erzeugungsseite neue Möglichkeiten bei der flexiblen Netznutzung und neue Geschäftsmodelle via Direktleitungen oder Stromnutzung an mehreren Standorten. Aber es schafft vor allem eine Transparenzpflicht über Einspeisekapazitäten bei den Netzbetreibern“, sagt Ingram Eusch, Geschäftsführer der IPE Energietechnik GmbH in Wien und Vorstandsmitglied von PV Austria. Die volle Wirkung entfaltet das ElWG laut Branche erst durch die rasche Umsetzung der ausstehenden Begleitverordnungen.

E-Control setzt Fokus auf Systemdienlichkeit

Alfons Haber, wiederbestellter Vorstandsvorsitzender der E-Control in Wien, beschreibt die Aufgaben der Regulierungsbehörde im Zuge des ElWG: „Ein zeitgemäßes ElWG war überfällig, denn das gesamte Stromsystem befindet sich aktuell in der Umbruchphase. Jetzt geht es darum, die österreichische Netzinfrastruktur weiterzuentwickeln und gerade beim Ausbau der erneuerbaren Energien, etwa bei Speichern, weiter voranzutreiben. Die Systemdienlichkeit, also die netzseitige Kostenvermeidung bzw. Einsparung, wird hier im Fokus stehen.“ Die E-Control arbeitet unter anderem an der Systemnutzungsentgelte-Verordnung, die Anfang 2027 in Kraft treten soll.

Intensiver Austausch und Networking

Abseits der Fachvorträge bot der PV-Kongress Gelegenheit zum Austausch über aktuelle Entwicklungen und Zukunftsfragen der Photovoltaik- und Speicherbranche. In der begleitenden Fachausstellung wurden neue Technologien und Lösungen präsentiert, während Diskussionen rund um das ElWG und die Integration von Photovoltaik in das Energiesystem weitergeführt wurden. Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Klima- und Energiefonds.