Moderne Gebäudetechnik gewinnt im Kontext von Klimaschutz, Energieeffizienz und leistbarem Wohnen zunehmend an Bedeutung. Darauf weisen Vertreter der Elektro- und Installationsbranche anlässlich des Tags der Gebäudetechnik am 27. März hin. Intelligente und vernetzte Systeme könnten demnach dazu beitragen, Energie gezielt einzusetzen, Verluste zu reduzieren und Betriebskosten zu senken.

Technologische Lösungen wie Smart-Home-Anwendungen, energieeffiziente Heizsysteme oder die Vernetzung von Energieerzeugung und -verbrauch innerhalb von Gebäuden seien bereits verfügbar. Laut Branchenangaben könnten diese bei richtiger Anwendung Emissionen reduzieren und gleichzeitig den Komfort sowie die Wirtschaftlichkeit im Alltag verbessern.

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Gebäudetechnik als zentraler Effizienzfaktor

„Gebäudetechnik ist heute weit mehr als reine Infrastruktur – sie stellt einen zentralen Hebel für Versorgungssicherheit, Effizienz und Klimaschutz dar. Durch die intelligente Erzeugung, Speicherung und Vernetzung von Energie sowie den gezielten Einsatz von Systemen der Gebäudeautomation lassen sich Prozesse optimieren und gleichzeitig die Energiekosten für Haushalte und Unternehmen nachhaltig senken. Die technologischen Lösungen sind bereits vorhanden – entscheidend ist nun ihre konsequente und praxisorientierte Umsetzung“, sagt Christian Bräuer, Bundesinnungsmeister der Elektriker.

Im Zusammenhang mit der europäischen Gebäuderichtlinie komme es nun auf die konkrete nationale Umsetzung an. Aus Sicht der Branchenvertretung seien insbesondere verstärkte energetische Sanierungen, eine höhere Energieeffizienz sowie eine zunehmende Digitalisierung im Gebäudesektor erforderlich.

Digitalisierung verändert Berufsanforderungen

Auch die beruflichen Anforderungen in der Branche verändern sich. „Der Stellenwert der Installations- und Gebäudetechnik hat durch eine steigende Digitalisierung und die Anforderungen der Dekarbonisierung immens an Bedeutung gewonnen. Diese sind durch eine sehr gute Ausbildung und durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der beruflichen Anforderungen gemeinsam gut bewältigbar. Die innovativen Technologien überwiegen in der neuen Lehrausbildung für Installateurinnen und Installateure, deren Veröffentlichung wir in diesem Jahr erwarten. Die Anwendung von Green Skills bestimmen heute grundlegend die Berufe der Energie- und Gebäudetechnik!“, sagt Anton Berger, Bundesinnungsmeister der Installateure.

Die Branche sieht in der Weiterentwicklung von Ausbildungsinhalten sowie in der Integration neuer Technologien eine zentrale Voraussetzung, um die Herausforderungen der Energiewende zu bewältigen.